Dokumentation 2017

Dokumentation Interventionen 2017 –Diversity in Arts & Education

Tagung & Festival vom 22.-24. Juni 2017

 

Alle wollen mehr  Diversität. Aber was genau ist damit gemeint? Und was brauchen wir wirklich, um den Kulturbereich nachhaltig zu diversifizieren, damit er die Vielfalt unserer Gesellschaft authentischer widerspiegelt?

Diversity matters! But how to get there?

 

Selbstrepräsentation und Empowerment sowie der Abbau von Barrieren und Ausschlüssen sind die Voraussetzungen dafür, dass veraltete Strukturen durchlässig werden. Dazu haben wir verschiedene unterrepräsentierte Akteur*innen und kritische Expert*innen eingeladen, die den großen Themenbereich der Diversität beleuchtet haben.

Programm und Personen 2017 (PDF)

Dokumentation multimedial

 

Die Dokumentation der Interventionen besteht diesmal aus verschiedenen Teilen: Drei Critical Friends haben die Tagung besucht und ihre Sicht auf die Interventionen in kurzen Blogartikeln festgehalten. Mit einigen der Referent*innen haben wir Interviews geführt, die als Video und Text zur Verfügung stehen. Zusätzlich gibt es eine Fotostrecke, und der Sender ALEX Berlin hat ein schönes Feature über die Interventionen gedreht. Viel Spaß beim Anschauen, Lesen und Anhören!

Die Interventionen 2017 in Bildern

Fotos: Gianmarco Bresadola

Critical Friends Blogartikel

O – I – N – R – V – E – E – T – I – T – N – N – E – N
So etwa sind die Buchstaben auf dem Plakat angeordnet, das für das Tagungs- und Festivalformat der Kulturprojekte Berlin wirbt. Zumindest, wenn man der im Deutschen üblichen Leserichtung von links nach rechts und von oben nach unten folgt. Damit aus OINRVEETITNNEN das Wort INTERVENTIONEN wird, müssen die Buchstaben in eine neue Reihenfolge gebracht werden. Ein Blick auf das Plakat zeigt: Die Interventionen 2017 forderten zum Perspektivwechsel auf.

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Foto: Gianmarco Bresadola

The Struggle is Material

von Temye Tesfu

Am Anfang fehlt der Strom. Ein gutes Dutzend Interessierter hat sich für den Workshop „Zugänge schaffen“ in einem Seminarraum im Podewil eingefunden und wartet darauf, dass der Techniker das Verteilerproblem behebt. Als die Power-Point-Präsentation endlich läuft, beginnt Joshua Kwesi Aikins seinen Vortrag. Der Co-Autor des Gutachtens „Handlungsoptionen zur Diversifizierung des Berliner Kultursektors“ spricht routiniert, mit ruhiger Stimme, Folie für Folie.

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Foto: Gianmarco Bresadola

Hilft es auf der Bühne zu stehen, wenn nicht einmal die Entscheidung über den eigenen Aufenthalt steht? Und wie können Künstler*innen gerecht bezahlt werden, wenn ihre Möglichkeiten zur Erwerbstätigkeit durch die Ausländerbehörde begrenzt werden? Über die Chancen und Grenzen der Kunst vor dem Hintergrund der Asylpolitik wurde am ersten Abend mit erfahrenen Kunstschaffenden diskutiert.

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Video-Interviews

Wir brauchen ein Netzwerk für mehr Zugänglichkeit in Kunst und Kultur! Berlinklusion spricht im Interview darüber, wie sie daran arbeiten.

Die Arbeitsbedingungen behinderter Künstler*innen sind oft prekär. Nina Mühlemann spricht über ihre Forschung dazu.

Was kann diskriminierungskritische Sprache bewirken? Die Autorin und Redakteurin Vina Yun im Interview.

„Dekolonisierung“ ist ein beliebter Begriff auch im Bereich der Kulturellen Bildung. Aber was ist damit gemeint? Künstlerin und Kunstvermittlerin Carmen Mörsch geht ins Detail.

Diversitätsentwicklung im Kulturbereich ist eine dringende Investition in die Zukunft. Kultursenator Klaus Lederer dazu, wie er sie unterstützen will.