Personen & Projekte

Personen & Projekte

Übersicht aller Beteiligten:

Die *foundationClass richtet sich an alle die nach Deutschland geflohen sind und/oder einen Asylantrag gestellt haben und in ihren Herkunftsländern entweder ein Kunst- oder Designstudium aufnehmen wollten, bereits ein Studium begonnen hatten, oder einen Studienwechsel anstreben. Das Programm vermittelt die Grundlagen für eine Bewerbung an einer Kunst- oder Designhochschule und bietet die Möglichkeit, verloren gegangene Materialien zur Qualifikation für die Eignungsprüfungen zu erstellen.

Das Projekt Artist Training: Refugee Class for Professionals ist ein Qualifizierungsangebot zur Integration für geflüchtete Künstler*innen am Berlin Career College der Universität der Künste Berlin. Basierend auf dem Pilotprojekt Refugee Class for Professionals, mit dem vom Februar bis Mai 2016 185 Teilnehmende erreicht wurden, informieren von November 2016 bis Dezember 2017 zwei Ausgaben mit jeweils einer Einführung und fünf vertiefenden Modulen über die folgenden fünf Branchen: Musik, Kulturjournalismus, Bildende Kunst, Darstellende Kunst und Film. Ein weiterer zentraler Baustein ist das Networkingformat MindLab# in der ZUsammenKUNFT, einem Modellprojekt für das gemeinschaftliche Zusammenleben, sowie Praxisangebote, Einzelberatungen und das Café Artsalon, organisiert von Studierenden der UdK Berlin.

Nana Adusei-Poku (Ph.D.) ist Professorin für Visuelle Kultur an der Universität Rotterdam. Darüber hinaus lehrt sie als Gastdozentin im Bachelor Kunst & Medien an der ZHdK. Sie promovierte an der Humboldt-Universität zu Berlin, wo sie zuvor ihren Abschluss in Afrikawissenschaften und Gender Studies gemacht hatte. Außerdem studierte sie Medien und Kommunikation am Goldsmiths College in London. Unter anderem veröffentlichte sie Artikel wie „Post-Post-Black?“ (Nka Journal) oder „Catch me if you can!“. In letzterem setzt sie sich kritisch mit dem Stand von Diversität und Dekolonisation in den Bereichen Kunst und kulturelle Bildung auseinander. In ihrer neuesten Publikation „On Being Present Where you Wish to Disappear” hinterfragt sie in der zeitgenössischen Kunst verbreitete Vorstellungen des Nichts, von Universalität und von Weißsein.

Joshua Kwesi Aikins ist wissenschaftlicher Berater des Projektes „Vielfalt entscheidet – Diversity in Leadership”. Als Co-Autor der Studie „Handlungsoptionen zur Diversifizierung des Berliner Kultursektors“ hat er eine wichtige Grundlage zur Etablierung des Berliner Projektbüros für Diversitätsentwicklung erarbeitet. Als Mitglied der „Initiative Schwarze Menschen in Deutschland“ setzt er sich für eine Dekolonisierung des öffentlichen Raumes sowie für menschenrechtsbasierte Antirassismuspolitik ein. (Er koordinierte die Erstellung eines Parallelberichtes an die UN Antirassismuskommission (www.rassismusbericht.de) und ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Kassel.)

Ulf Aminde ist ein in Berlin lebender Künstler. Er lehrt an der weißensee kunsthochschule berlin, wo er seit 2016 auch die *foundationClass leitet.

Die BKJ koordiniert mit ihrem Trägerverbund das FSJ Kultur, einen Freiwilligendienst im Kontext von Kunst und Kultureller Bildung. Von den Bewerber*innen auf ein FSJ Kultur haben 80 %  die Hochschulreife, von den Freiwilligen sind es sogar 92% Abiturient*innen. Die Zahlen zeigen, dass das FSJ Kultur derzeit ein Eliteprogramm ist und als solches von Jugendlichen wahrgenommen wird. Unabhängig von Schulabschlüssen ist die Teilhabe von internationalen Jugendlichen, Geflüchteten oder Menschen mit zugeschriebenen Behinderungen eher ein Einzelfall und ihrem individuellen Engagement zu verdanken. Die BKJ hat sich entschlossen, einen Transformationsprozess zu beginnen, um diverser und inklusiver zu werden. Leitend ist die Frage, wer wird in den Freiwilligendiensten privilegiert und wer wird ausgeschlossen und wie können wir das ändern? Wir haben eine ROAD MAP entwickelt, die konkrete Ziele und Maßnahmen zum Abbau von Diskriminierung beschreibt. Bausteine sind dabei die Öffentlichkeitsarbeit, das Bewerbungsverfahren, die Seminararbeit, die Arbeit mit den Einrichtungen und die Sensibilisierung für Diversität und Diskriminierung bei uns und unseren Partner*innen.

Kate Brehme ist freie Kuratorin und Kunstvermittlerin und lebt in Berlin. Sie hat in Australien, Schottland und Deutschland an einer Vielzahl von Projekten, Ausstellungen und Veranstaltungen gearbeitet. Zu ihren Projekten und Forschungsthemen gehören Ort und kulturelle Identität, Arbeit und Beruf, Globalisierung, Behinderung sowie gesellschaftlich engagierte Praktiken. Kate hat als Kunstvermittlerin u.a. für The Fruitmarket Gallery, The National Galleries of Scotland und Strathclyde University gearbeitet.

Kirstin Broussard ist Künstlerin und Kunstvermittlerin, arbeitet im Museum of Modern Art, im Jewish Museum und im Museum of Arts and Design in New York und lebt in Berlin und New York. Mit Schwerpunkt auf Menschen mit besonderen Bedürfnissen wie Kindern mit Autismus, Erwachsenen mit Alzheimer sowie Blinden und Sehbehinderten erforscht sie unterschiedliche Sichtweisen.

Der ArtSocialSpace Brunnenpassage ist seit 2007 Labor und Praxisort transkultureller Kunst. In der ehemaligen Markthalle am Wiener Brunnenmarkt finden jährlich über 400 Veranstaltungen statt. Das Programm reicht von Theater und Tanz über Gesangs- und Musikformate bis hin zu Austellungen und Film. Menschen unterschiedlicher Herkunft können an den Kunstprojekten mitwirken und sich dabei kennenlernen. Mehrjährige Kooperationen mit etablierten Kulturinstitutionen wie dem Wiener Konzerthaus, dem Volkstheater und dem Weltmuseum in der Hofburg sind Kernkonzept. Die Vielheit der Bevölkerung ist hierbei Maßstab und die Kunstformate werden mit Fokus auf Qualität, postmigrantische Relevanz sowie Teilhabemöglichkeiten umgesetzt.
www.brunnenpassage.at

Der Club ist ein selbstorganisiertes Theaterkollektiv, eine community die auf Solidarität, Empowerment und unabhängiges Lernen aufbaut. Der Club besteht aus Leuten die aus verschiedenen Ländern geflohen sind, aus Künstler*innen und Aktivist*innen. Anti-Rassismus, Anti-Sexismus und Gleichberechtigung sind Kernelemente des Arbeitsprozesses, des künstlerisches Outcomes und der politischen Interventionen. Durch Theater drücken wir uns aus, setzten uns zur Wehr und erheben unsere Stimmen um viele Menschen zu erreichen und Solidarität gegen Rassismus und Ungerechtigkeit zu schaffen. Seit über 3 Jahren trifft sich der Club jeden Mittwoch um 18:00 Uhr im Theater X (Moabit).

CommUnity Carnival ist eine breite und inklusive politische Demonstration, die von einem großen Netzwerk selbstorganisierter Künstler*innen und Aktivist*innen aus ganz Deutschland getragen wird. Karneval ist eine Gelegenheitgeschlossen gegen Rassismus Objektifizierung und Entmenschlichung einzutreten. Er soll einen sicheren Raum bieten, um Geschichten, Bilder und Erfahrungen der Solidarität und Hoffnung zu zeigen. Das Karnevaleske unterstütztdie Kultur des Lachens von unten und der Rebellion. Das Event ist ein Weg für unsere politischen Forderungen zu demonstrieren — gegen einen lebensfeindlichen Staat und gegen rechts. Dabei feiern wir unseren Zusammenhalt gegen die Versuche des Teilens und Herrschens.

Paola De Martin, Pädagogin, Textildesignerin und Historikerin, lehrt z. Zt. an der ZHdK Designgeschichte im Dept. Design, sowie für Interkulturalität im Dept. Art Education. Ihr Fokus liegt auf der Schnittstelle zwischen Kultur-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte und Postkolonialen Studien. De Martin war wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Kunst- und Architekturgeschichte von Prof. Dr. Philip Ursprung (ETH Zürich) – wo ihre laufende Dissertation „Give us a Break! Lebenslauf, Lebensstil und Werkbiografie von Gestaltern aus bildungsfernen Milieus in Zürich (1970-2010)“ angesiedelt ist.

Aïcha Diallo ist Co-Projektleitung der KontextSchule. Diallo arbeitet als Kulturschaffende und Pädagogin mit den Schwerpunkten Migration, Empowerment und Kommunikation. Sie machte ihren Bachelor-Abschluss in European Studies an der Queen Mary University of London und ihren Master-Abschluss in Intercultural Education an der Freien Universität Berlin. Sie arbeitete für die Kulturplattform Chimurenga in Kapstadt, das Ausstellungsprojekt prêt-à-partager beim ifa – Institut für Auslandsbeziehungen, war Herausgeberin der Onlinepublikation des Schwerpunkts Kulturelle Produktionen und Räume der Heinrich Böll Stiftung und Mitbegründerin und Schauspielerin der Performance Plattform Label Noir. Außerdem ist Diallo Mitherausgeberin des Kunstmagazins Contemporary And (C&) – Plattform für internationale Kunst aus afrikanischen Perspektiven.

DIVERSITY.ARTS.CULTURE – Berliner Projektbüro für Diversitätsentwicklung berät Kultureinrichtungen zu Diversitätsfragen. Gleichzeitig stärkt es freie Kulturschaffende aus unterrepräsentierten Communities und unterstützt die Kulturverwaltung in ihrer diversitätsorientierten Ausrichtung. Mit seinem Auftrag möchte es langfristig strukturelle und institutionell verankerte Diskriminierungsformen abbauen und diversitätsorientierte und demografiebasierte Entwicklungsprozesse in den Kultureinrichtungen etablieren.

Das Projektbüro vermittelt Expertise und stellt Erfahrungswissen zur Verfügung. Es ermöglicht (Frei-)Räume für eine reflektierte Praxis und unterstützt den Transfer gelungener Aktivitäten und Modelle in die Kulturpraxis. Dazu entwickelt es in Zusammenarbeit mit den Kultureinrichtungen und Akteur*innen der Freien Szene sowie der kritischen Diversitätspraxis geeignete Formate der Wissensvermittlung, des Erfahrungsaustausches und des Empowerments.

2017 führt das Projektbüro Erhebungen und Bedarfsermittlungen durch, die zu einem besseren Verständnis der im Berliner Kulturbetrieb vorhandenen Herausforderungen und Potenziale im Diversitätskontext beitragen. Diese Ergebnisse sind Grundlage für die Strategie- und Maßnahmenentwicklung und die zu entwerfenden Formate, die ab 2018 angeboten werden.

Die demokratischen europäischen Gesellschaften haben sich in den letzten 20-30 Jahren rasant verändert und sind aktuell einem neuen noch schwer einschätzbaren Umbruch unterworfen. In einem häufig angstbesetzten Umfeld, in dem sich die Fronten stetig verhärten ist ein neugieriger, flexibler und frecher Umgang mit der Diversität unserer Gesellschaft unverzichtbar. Der Begriff postmigrantisch versucht die Realität vielfältiger Namen, Gesichter und Geschichten der Individuen, die diese Gesellschaften bilden, zu beschreiben.
diverCITYLAB versteht „acting“ als „reacting“. Wir wollen dem Gegenwartstheater ein neues, unserer postmigrantischen Gesellschaft angemessenes Gesicht geben, mit neuen Akteur*innen, neuen Theatermacher*innen und einem Publikum, das sämtliche Beteiligten unserer Gesellschaft einschließt. Wir suchen nach neuen Formen für ein politisches Theater der Gegenwart auf höchstem künstlerischem Niveau.

Danja Erni ist ist Co-Projektleitung der KontextSchule und arbeitet als freiberufliche Künstlerin und Kunstvermittlerin. In ihrer Vermittlungs- und Kunstpraxis beschäftigt sie sich – oft gemeinsam mit anderen Akteur*innen – mit Fragen des Einübens und Verlernens normativer Sichtweisen und Darstellungskonventionen. Bis zu ihrem Umzug von Zürich nach Berlin lehrte und forschte sie im Bereich Art Education an der Zürcher Hochschule der Künste und unterrichtete Kunst an Schulen der Sekundarstufen I und II.  www.danjaerni.com | www.kontextschule.org

Gülay Gün, Master of Arts, Historikerin und Kulturwissenschaftlerin, studierte in Bremen, Frankfurt/Oder und Istanbul. Seit 2013 arbeitet sie als Ausstellungskuratorin. 2014/15 wurde Sie dabei durch ein Stipendium der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. unterstützt. Zurzeit ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Museum der Arbeit für das Projekt „Das Kapital“. Ihre Interessenschwerpunkte sind Kritisches Weißsein, kollektives Gedächtnis und Erinnerungskultur in einer post-migrantischen Gesellschaft.

Management Beraterin, Life Coach und Kulturschaffende in Berlin/London. Ihre Tätigkeitsfelder umfassen sowohl wissenschaftliche, soziopolitische als auch künstlerische Arbeit mit besonderen Schwerpunkten in Anti-Rassismus, Anti-Homophobie, Performance und Empowerment. Beispielprojekte sind OYA:Body-Mind-Spirit-Retreats – Yoga und Wellness für Schwarze Frauen und Frauen of Color, sowie The Queer Truth – ein Podcast über Populärkultur aus einer intersektionalen Perspektive.

Nina Hager ist Volljuristin und auf den Bereich Asyl- und Aufenthaltsrecht spezialisiert. Sie arbeitet in einer NGO und in einer Rechtsanwaltskanzlei.

Jana_Lou Herbst hat an der Universität Wien Internationale Entwicklung studiert. Seit mehr als 10 Jahren arbeitet Jana_Lou als  Trainerin* in der politischen Bildungsarbeit und ist Gründungsmitglied und Teil von quix – kollektiv für kritische bildungsarbeit. Kürzlich hat sie mit quix eine 100-seitige Broschüre zu queer_feministischen und rassismuskritischen Perspektiven auf machtkritische Bildungsarbeit herausgebracht. Mit ihrer Arbeit versucht sie* gesellschaftliche Macht- und Herrschaftsverhältnisse zu hinterfragen, für Diskriminierungsmechanismen zu sensibilisieren und intersektionale Perspektiven und Ansätze dabei zu integrieren. Am liebsten arbeitet sie* zu Fragen rund um Genderidentitäten, Begehrensformen, Queer_Feminismus, und (Kolonial-) Rassismus/Kritischem Weißsein aus einer genderqueeren und weißen Perspektive. In den letzten Jahren widmete sie* sich unterschiedlichen Weiterbildungen im Bereich der Anti-Diskriminierungs-Arbeit und Diversitätspraxis.

Bei „[in:szene] – mehr Vielfalt im Kulturbetrieb“ geht es darum, wie Kunst- und Kulturarbeit die Multiperspektivität der Gesellschaft widerspiegeln kann, ohne dabei Stereotype zu reproduzieren. Mit dem Projekt bietet die W3 in Hamburg Kulturinstitutionen und freien Kulturschaffenden Beratung und Begleitung und fördert eine offene und flexible Organisationskultur. [in:szene] steht dabei für Veränderung der Kulturbetriebe von innen: durch den Einbezug vielfältiger Sicht- und Arbeitsweisen, durch gemeinsames Denken und Suchen, durch Repräsentation statt Präsentation, durch eine Öffnung, die mehr Beteiligung und Teilhabe beinhaltet. Gleichzeitig richtet sich das Angebot nicht nur an Kultureinrichtungen, sondern auch mit einem öffentlichen Qualifizierungs- und Weiterbildungsprogramms an Multiplikator_innen, freie Kulturschaffende und Interessierte aus dem Kulturbereich. [in:szene] wird finanziell gefördert von:

  • der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages
  • der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration sowie der Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg
  • der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.
  • der Körber Stiftung

Der Landesverband STADTKULTUR Hamburg e.V., umdenken Heinrich Böll Stiftung e.V. und die Hochschule für Musik und Theater unterstützen das Projekt zudem als Kooperationspartnerinnen.

http://www.w3-hamburg.de/inszene

Ahmed Isam Aldin ist Künstler und Aktivist und lebt und arbeitet in Berlin. Er ist ehemaliger Teilnehmender des Programms *foundationClass und studiert Visuelle Kommunikation an der weißensee kunsthochschule berlin.

Kargah (Persisch: Werkstatt) ist ein gemeinnütziger Verein, der sich sozial und politisch engagiert und unabhängig von Parteien und Religionen ist. Heute schaut kargah auf eine lange und ereignisreiche Geschichte zurück. Der Verein wurde 1980 durch eine Gruppe von politisch verfolgten Exil-Iraner*innen gegründet, die sich gegenseitig im Alltag unterstützten und gemeinsam politisch organisierten. Damals konnten die Gründer*innen des kleinen Selbsthilfevereins nicht ahnen, dass kargah sich einige Jahrzehnte später zu einem renommierten interkulturellen Verein mit Mitarbeiter*innen aus über 20 Herkunftsländern entwickelt. Schritt für Schritt hat sich kargah für alle Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte geöffnet und seine Angebote erweitert. Bis heute sind wir bei kargah einen langen, teilweise steinigen Weg gegangen, einen Weg mit unzähligen Auseinandersetzungen mit Politik und Verwaltung für eine Interkulturelle Öffnung und die Begegnung aller auf Augenhöhe.

Belinda Kazeem-Kamiński ist Künstlerin, Autorin und Lehrende am Institut für Künstlerisches Lehramt der Akademie der Bildenden Künste Wien. Sie interessiert sich für Erinnerung und Schwarze radikale Imagination.  Im Rahmen ihres PhD-in-Practice an der Akademie der Bildenden Künste Wien arbeitet sie am Projekt The Non-Human. The Believer. The Alien  – Unsettling Innocence. Aktuelle Publikation: Engaged Pedagogy. Antidiskriminierendes Lehren und Lernen bei bell hooks. Wien, Zaglossus.  2016

Asli Kişlal wurde 1970 in Ankara geboren und lebt seit 1990 in Wien. Dort studierte sie Soziologie an der Universität in Wien und Schauspiel am Schubert Konservatorium, das sie 1995 abschloss.
Seit 1991 führten sie Engagements als Schauspielerin u. a. an das Theater der Jugend, WerkX, Theater Akzent und das Kosmos Theater. Sie gründete 200 den Kunst- und Kulturverein „daskunst“ in Wien (2007 Gewinner des Theaterfestivals Spectrum „best of(f) Austria“ ). Seitdem inszeniert sie in der freien Szene  und, auch als Gast-Regisseurin Landestheater Linz, Staatstheater Mainz. Von 2009 bis 2010 Künstlerische war sie Leiterin des Theater des Augenblicks. Als Initiatorin und Kuratorin der Wiener Projektreihe Postmigrantische Positionen PIMP MY INTEGRATION war sie von 2011 bis 2012 tätig. In 2013 gründete sie das Performance- und Theaterlabor diverCITYLAB und erhielt 2014 den „Mia Award“ in der Kategorie Kunst und Kultur für Ihre Arbeit.

Jovana Komnenic ist Künstlerin und Kunstvermittlerin und lebt in Berlin. Seit 2009 experimentiert Jovana mit Formaten und Ansätzen zu Perspektivenvielfalt und Zugänglichkeit in den Künsten und entwickelt partizipative Programme in diesem Bereich. Zu den zahlreichen Institutionen und Gruppen, mit denen sie zusammengearbeitet hat, gehören: NGBK, Berlin Biennale, Akademie der Künste, Berlinische Galerie und Machmit Museum für Kinder.

Die KontextSchule ist eine Tandem-/Teamfortbildung für Berliner Lehrer*innen und Künstler*innen. Schule als zentraler Ort des Lernens und Wissensaustauschs wird aus Sicht interner und externer Akteur*innen mit Mitteln der Kunst, Pädagogik und Wissenschaft befragt. Ein wesentliches Ziel ist es, die Beteiligten für Formen von Diskriminierung in der Arbeit an Schulen und mit Schüler*innen zu sensibilisieren. Künstlerische und Bildungsprozesse werden in der KontextSchule zusammengedacht und -gebracht. Die Fortbildung ermöglicht es den Mitwirkenden, sich untereinander und mit weiteren Akteur*innen aus den Feldern Kunst, Kunstvermittlung, Kultureller Bildung zu vernetzen und verschiedene künstlerisch-eduka­tive Zugänge kennenzulernen. Die KontextSchule ist ein Fortbildungsangebot des Fördervereins Kunst im Kontext e.V. im Auftrag der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft.

Vali Mahlouji ist ein in London ansässiger Kurator und unabhängiger Berater des British Museum und des Kaveh Golestan Estate. Er gründete den kuratorischen Thinktank „Archaeology of the Final Decade” (AOTFD), welcher sich mit Geschichten jener Nationen beschäftigt, die verdammt sind durch soziale Verdrängung, kulturelle Vernichtung oder absichtliches Verschwinden. Vor Kurzem kuratierte AOTFD im Rahmen folgender Einrichtungen und Veranstaltungen: Foam Fotografiemuseum Amsterdam, Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris, MAXXI Museo nazionale delle arti del XXI secolo, Whitechapel Gallery, Photo London, Prince Claus, Fonds, Singapore International Festival of Arts, Art Dubai Modern und Bergen Triennial.

Vanja Mandic ist Kulturwissenschaftlerin und Anglistin. Zwei Jahre arbeitete sie als Stipendiatin am Projekt „Kulturelle Vielfalt und Migration“ an vier Ruhgebietsmuseen, unterstützt von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung. Seit 2016 ist sie als Registrar im Bereich Leihverkehr des Ruhr Museums tätig. Daneben befasst sie sich mit Anwendungsmöglichkeiten einer kritischen Diversitätspraxis in Museen und nimmt im Kollegium die Aufgabe des Killjoys war.

Sandrine Micossé-Aikins leitet seit März 2017 das Berliner Projektbüro für Diversitätsentwicklung (Diversity.Arts.Culture). Als  Kunstwissenschaftlerin, Kuratorin und Kulturaktivisitin hat sie schwerpunktmäßig zu Rassismus und Empowerment in der Kunst, der Wirkmacht kolonialer Bilder, Körperpolitik sowie Repräsentation und Teilhabe im deutschsprachigen Kunst-und Kulturbetrieb gearbeitet.
Als Mitglied des Künstler_innenkollektivs METANATIONALE konzipierte und kuratierte sie die Veranstaltungsreihe „Re/Positionierung: Critical Whiteness – Perspectives of Color“ (2009) sowie die Ausstellung “Making Mirrors: Of Bodies and Gazes” (2011), jeweils in der NGBK. Für das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) co-kuratierte sie das international rezipierte Ausstellungsprojekt „prêt-à-partager: a transcultural exchange in arts, fashion and sports“, das in 7 verschiedenen afrikanischen Metropolen, darunter Accra, Maputo, Cape Town und Addis Ababa gezeigt wurde.  2012 gab sie gemeinsam mit Sharon Dodua Otoo die Anthologie „The Little Book of Big Visions: How to Be an Artist and Revolutionize The World“ heraus. Derzeit arbeitet sie zudem unter dem Arbeitstitel „POC – People of the Comb“ an ihrer Doktorarbeit zu Hairpolitics in Ghana.

Nina Mühlemann ist Doktorandin am King’s College London, wo sie auch ihren Master in Englischer Literatur nach einem Bachelor-Studium an der Universität Basel absolviert hat. Ihre Doktorarbeit beschäftigt sich mit den Werken behinderter Künstler*innen im Bereich Performance, die im Rahmen der London 2012 Paralympics stattfanden. Sie untersucht, wie sich die Darstellung von Behinderung in diesen Werken unterscheidet von dem Bild von Behinderung, das durch Politik, Medien und die Paralympics produziert wird. Neben ihrer Doktorarbeit schreibt sie für Disability Arts Online.

Die gemeinsame Initiative der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. und der Stiftung Polytechnische Gesellschaft vergibt seit 2014 neun Museumsstipendien „Kulturelle Vielfalt und Migration“. Sie beabsichtigt das Stipendium als eine Methode zu etablieren um Diversität in der Museumspraxis, besonders im Personal, langfristig zu fördern, denn die ersten Ergebnisse reichen von Perspektivwechseln bis hin zur Schaffung neuer Zugänge und Arbeitsverhältnisse.

Prof. Carmen Mörsch ist Leiterin des Institute for Art Education (IAE) der Zürcher Hochschule der Künste. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Kulturvermittlung als hegemoniekritische und künstlerische Praxis sowie Geschichte der Bildung in den Künsten in einer postkolonialen und queer-feministischen Perspektive. Sie ist Mitglied des internationalen Netzwerks „Another Roadmap for Arts Education“. Web: http://iae.zhdk.ch , http://another.zhdk.ch/

Lena Prabha Nising (M.A.) ist Erziehungswissenschaftlerin und arbeitet schwerpunktmäßig zu Rassismus, Dekolonisierung und Empowerment. Als Projektmanagerin im Projekt [in:szene] der
„W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V.“ in Hamburg beschäftigt sie unter anderem die Frage, wie eine vielfaltssensible, rassismuskritische Öffnung von Kulturbetrieben gelingen kann.

Ivana Pilic arbeitet als Kulturschaffende und freie Trainerin in Wien. Seit 2010 im KunstSozialRaum Brunnenpassage tätig, den sie zuletzt geleitet hat (derzeit in Bildungskarenz). Neben kuratorischen Aktivitäten konzentriert sie sich auf die Entwicklung neuer partizipativer Kunstkonzepte und -formate. Sie interessiert sich für die Schnittstelle zwischen zeitgenössischer Kunst und politischer Partizipation. Sie ist Co-Autorin des Buches „Kunstpraxis in der Migrationsgesellschaft. Seit 2016 ist sie als Entsandte für Österreich vom BKA für die Arbeitsgruppe der Europäischen Kommission „Interkultureller Dialog im Kontext der Migrations- und Flüchtlingskrise“ und als Vorstandsmitglied des Kulturfestivals WIENWOCHE tätig.

Steffi Finn Roth hat Nachhaltigkeitswissenschaften studiert und lehrt und lernt u.a. als freiberufliche Anti-Bias-Trainerin. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Lena Nising beschäftigt sie sich im Projekt [in:szene] der „W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V.“ in Hamburg mit Ausschlüssen im Kulturbetrieb und der Frage danach, wie eine vielfaltssensible Öffnung in Institutionen gelingen kann.

Laura-Helen Rüge ist seit dem 1. Oktober 2016 Referentin für interkulturelle Projekte der Kulturbehörde Hamburg. Zuvor war sie die persönliche Referentin der Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler, für die sie davor zwei Jahre lang stellvertretende Pressesprecherin war. Während Ihrer Studienzeit arbeitete sie in Berlin und Hamburg für Kultureinrichtungen wie dem Deutschen Theater, dem Theatertreffen,  dem Deutschen Schauspielhaus und im medialen Bereich für die Sendung ‚Karambolage‘ von arte in Paris und ‚aspekte‘ im ZDF Hauptstadt Studio. Sie absolvierte ihr Studium an der Universität Bremen und Universität Potsdam, untersuchte die Entstehung einer europäischen Öffentlichkeit durch die Vernetzung der europäischen Kunstszene und schloss ihr Masterstudium mit einer Arbeit über (kollektive) Erinnerung ab.
Bundesweit ist sie Mitglied im Sprecherrat des ‚Ratschlags kulturelle Vielfalt‘,  im Beirat der Bundesinitiative ‚Kultur öffnet Welten‘ sowie Mitglied des ‚Interkulturellen Forums‘ Hamburg.

Aykan Safoğlu, *1984 in Istanbul, arbeitet als Künstler/Kurator in Berlin. Er studierte an der UdK Berlin und dem Bard College, New York. Seine Arbeit war im Ashkal Alwan Beirut, im Moderna Museet Stockholm, bei uqbar Berlin, auf der International Biennale for Young Art Moskau und in der Konsthall C Stockholm zu sehen. Er wurde bei den 59. Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen und dem Images Festival 2014 in Toronto ausgezeichnet. Außerdem engagiert er sich im Vorstand des Schwulen Museums*.

Chantal-Fleur Sandjon (M.A., MSc), ist Ernährungswissenschaftlerin, Poetin und Autorin. Gedichte von ihr sind in verschiedenen Anthologien und Zeitschriften erschienen, sowohl in Deutschland als auch in Südafrika. Zuletzt erhielt sie den Danill Pashkoff Prize (2012). Neben ihrer Arbeit für zahlreiche Publikumsverlage engagiert sie sich seit Jahren in der Schwarzen Community, sei es in Form von postkolonialen Stadtrundgängen, Spoken-Word-Veranstaltungen oder Anthologiebeiträgen.

Heiner Schulze ist ein in Berlin lebender Sozialwissenschaftler mit längeren Aufenthalten in Frankreich, den USA und Norwegen. Er lehrt und forscht zu sozialer Ungleichheit, Aids und Trauma, queerer Geschichte und Aktivismus und arbeitet darüber hinaus im Kunstbereich. Zudem ist er im Vorstand des Schwulen Museum* aktiv.

Anja Schütze (Jg. 78) wuchs bei Dresden auf. Sie ist diplomierte Kultur- und Medienpädagogin (Merseburg) und zertifizierte Business Cultural Trainerin (London). Nach dem Abitur war sie als Volontärin für sechs Monate in den Kibbutzim Yahel und Kinneret tätig. Seit 2003 arbeitet sie als Bildungsreferentin für die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung. Derzeit beschäftigt sie sich schwerpunktmäßig mit der inklusiven Öffnung der kulturellen Freiwilligendienste. Sie drehte Dokumentarfilme in Deutschland, Indien und Afghanistan, u.a. „Barbershop Politics“ zum Kashmirkonflikt, der 2004 mit dem 3sat Nachwuchspreis prämiert wurde. Seit 2001 gibt sie regelmäßig Filmworkshops zu Kurzfilm, Musikvideo, Lyrikclip und Animation. Seit 2007 arbeitet sie als freiberufliche Trainerin zu Diversität und Diskriminierung.

Miriam Schickler ist eine in Berlin lebende Kulturschaffende. Seit 2016 koordiniert sie die *foundationClass.

Sandra Selimovic steht seit 1994 auf der Bühne und ist inzwischen eine gefragte Darstellerin in der Wiener freien Theaterszene. Aktuell arbeitet sie in Berlin an einem Theaterprojekt von Amaro Drom e.V. „Become Flüchtling“.  Außerdem wird sie bald in der Hauptrolle bei dem von ihr mitkonzipierten Stück „Mindj Panther – Roma Armee Fraktion“ am Maxim Gorki Theater zu sehen sein.  Nebenbei leite sie Hiphop- und Theaterworkshops. Als selbstbewusste Romni ist sie einerseits eine Vorkämpferin für Frauengleichberechtigung in der Roma – Community, andererseits engagiert gegen antiziganistische Diskriminierungen.

Bahareh Sharifi ist seit Anfang 2017 die Programmleitung von DIVERSITY.ARTS.CULTURE -Berliner Projektbüro für Diversitätsentwicklung. Sie arbeitete zuvor als Diversitätsbeauftragte für den Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung sowie als freie Kuratorin, u.a. für die Kulturprojekte Berlin, das Maxim Gorki Theater, das Deutsche Hygiene-Museum Dresden und beim Festiwalla 2014 am Haus der Kulturen der Welt.

Dirk Sorge ist Künstler und Kunstvermittler und lebt in Leipzig. Er hat Workshops und Führungen mit dem Schwerpunkt inklusive Praxis für die Staatlichen Museen Berlin, die Berlinische Galerie, die Berlin Biennale und andere Institutionen durchgeführt. Er arbeitet gerade als Museumspädagoge im Industriemuseum Chemnitz.

Tran Thu Trang ist Sozial- und Kulturanthropologin. Seit 2016 arbeitet sie als Teil von cobratheater.cobra am Kooperationsprojekt „Haus der Digitalen Jugend“ mit dem Kinder-und Jugendtheater „Theater an der Parkaue“, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.
Sie ist Teil des Kurator*innenteams des Berlin Asian Film Network, einer Non-Profitplattform für Filmschaffende und Filminteressierte of Color, insbesondere mit asiatisch-diasporischen Bezügen. Seit Mai 2017 ist sie Vorstandsmitglied des Migrationsrat Berlin.

Dr. Melanie Waldheim ist seit 2015 am Berlin Career College der UdK Berlin für die Projektentwicklung und Projektkoordination des „Artist Trainings: Refugee Class for Professionals“ zuständig.

Anne Wiederhold-Daryanavard, ist Mitgründerin und künstlerische Leiterin der Wiener Brunnenpassage und Schauspielerin. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in transkultureller Kunstpraxis, im Bereich Kunst als Tool für gesellschaftlichen Wandel und Migrant Mainstreaming in der Kulturpolitik. 2012-2014 war sie Expertin in der EU-Arbeitsgruppe »Work Group for the Role of Public Arts and Cultural Institutions in the Promotion of Cultural Diversity and Intercultural Dialogue«. Mitautorin des 2015 beim transcript Verlag erschienenen Buches „Kunstpraxis in der Migrationsgesellschaft – Transkulturelle Handlungsstrategien am Beispiel der Brunnenpassage Wien“.

Dr. Petra Winkelmann arbeitet seit 1994 im Kulturamt Düsseldorf, seit 2003 ist sie dessen stellvertretende Leitung. Sie absolvierte eine kaufmännische Ausbildung. Außerdem studierte sie in den Fächern Geschichte, Germanistik und Soziologie an der Heinrich-Heine-Universität. 1985 erlangte sie den Magister Artium und 1993 die Promotion (Dr. phil.).
Ihre Arbeitsgebiete sind: strategische Planungs- und Steuerungsaufgaben, kulturelle Bildung, kulturelle Teilhabe, Kulturmarketing.

Vina Yun arbeitet als Redakteurin und freie Autorin in Wien und Berlin. Sie war in zahlreiche linke/alternative Print- und Online-Medienprojekte involviert, u. a. MALMOE, an.schläge, dieStandard.at und migrazine.at. Aktuell ist sie als Redakteurin bei Missy Magazine tätig. Zusammen mit Radostina Patulova und Sylvia Köchl war sie Mitherausgeberin des Readers „fields of TRANSFER. MigrantInnen in der Kulturarbeit“ (2007, IG Kultur Österreich).

Johanna Zinecker ist wiss. Mitarbeiterin für Britische Kultur am Großbritannien-Zentrum der Humboldt Universität zu Berlin. Sie hat mehrere Jahre im Kunst- und Kulturbereich gearbeitet, u.a. als kuratorische Mitarbeiterin am Haus der Kulturen der Welt Berlin. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind u.a. Kunst und Prozesse emanzipatorischer Wissensproduktion, Cultural Disability Studies sowie Feministische Kunst und Aktivismus. Sie promoviert am King’s College London und der Humboldt Universität zu Berlin zu künstlerischen und kuratorischen Praktiken an der Schnittstelle zum Handlungs- und Politikfeld Mental Health (Seelische Gesundheit) in Großbritannien.