Donnerstag

Programm Donnerstag

Bitte melden Sie sich bis zum 11. Juni 2017 für das Tagungsprogramm unter diesem Formular an.

Insbesondere auch im Kontext der Kulturellen Bildung wird das Missverhältnis der Möglichkeiten deutlich: Asylsuchende sind zumeist
Teilnehmende, selten leiten sie die Projekte selbst. Die Ursachen liegen dabei insbesondere in den vielfältigen Ausschlussmechanismen, von denen Asylsuchende betroffen sind.

Was passiert jedoch, wenn sie selbst die Dinge in die Hand nehmen und zu Initiator*innen Ihrer kulturellen Praxis werden?

„Kontext Asyl“ lädt zum Gespräch mit selbstorganisierten Gruppen ein. Hierbei interessiert das Verhältnis von Kultureller Bildung zu kultureller und politischer Arbeit im Kontext Asyl. Im Anschluss zeigt die Initiative Mensch, Willkommen! ihr Best-of- Programm und bietet Raum zum Austauschen und Netzwerken.

„Kontext Asyl“ ist eine kritische Feldanalyse zur Kulturellen Bildungsarbeit von und mit Geflüchteten. Mittels Recherchen und teilnehmender Beobachtung werden zentrale Fragen aus den Projekten der Berlin-Mondiale und weiterer zentraler Akteur*innen in diesem Feld erörtert und mit praktischen Handlungsempfehlungen verbunden.

18 Uhr

In den letzten Jahren gab es einen großen Zuwachs an Projekten der kulturellen Bildung, die sich mit Flucht und Asyl auseinandersetzen. Damit gehen auch Diskussionen darüber einher, wie und von wem diese Projekte gestaltet werden. Schlagwörter wie „Augenhöhe“ und „Diversity“ sind in diesem Zusammenhang oft zu hören und scheinen vermehrt Akzeptanz zu finden. Gleichzeitig dominiert die Annahme, dass kulturelle Arbeit und politische Arbeit voneinander getrennt betrachtet werden können und sollten. Somit stoßen (selbstorganisierte) Projekte, die sich mit dem Asylregime und seinen Auswirkungen (Rassismus, Grenzpolitik, Abschiebung etc.) auseinandersetzen und sich dagegen positionieren, auch im Feld der kulturellen Bildung auf Unverständnis und Widerstände.

Die Frage stellt sich jedoch, ob kulturelle Bildung im Kontext Asyl überhaupt apolitisch gedacht werden kann – gerade wenn sie den Anspruch verfolgt, die Lebensrealität asylsuchender Menschen in ihrer Komplexität ernst zu nehmen. Was meint und umfasst machtkritisch und politisch zu sein im Kontext von kultureller Bildung, Flucht und Asyl? Was bedeuten „Augenhöhe“ und „Diversity“ unter diesem Blickwinkel? Mit welchen Herausforderungen sind Kulturschaffende konfrontiert, die kulturelle und politische Praxis miteinander verbinden?

Es diskutieren Vertreter*innen selbstorganisierter Projekte und Organisationen von geflüchteten Menschen, die aus ihrer Praxis heraus berichten, analysieren und sich austauschen.

Anschließend gibt es die Möglichkeit, sich bei einem Getränk zu unterhalten und zu vernetzen.

Auf dem Podium (Fish-Bowl Format):, Samee Ullah (CommUnity Carnival Gruppe (vormals MyRight is YourRight), Ferdos Mirabadi  (kargah e.V.), Sandra Selimovic (Regie Become Flüchtling), Ahmed Shah, Mohammed Kello (Club Al-Hakawati)

20 Uhr

Das GRIPS Theater öffnet die Türen des Podewil in Zusammenarbeit mit Jugendliche Ohne Grenzen für neuangekommene und alteingesessene Berliner*innen. Gemeinsam soll an diesem Abend auf der Bühne im Foyer gesungen, getanzt, gelesen, gespielt und rezitiert werden. Wir wollen junge Berliner Künstler*innen vernetzen und ihnen eine Bühne für ihre Beiträge bieten. Das Besondere an diesem Abend ist der Austausch zwischen unterschiedlichen Kulturen. Hier begegnen sich geflüchtete Menschen aus Erstaufnahmeeinrichtungen und junge Berliner*innen aus der Künstler*innenszene. Hier findet nicht nur künstlerischer Austausch statt, am Buffet bietet sich die Möglichkeit zum Kennenlernen und Vernetzen, damit »Mensch, willkommen!« keine leere Hülse bleibt.

Bei den Interventionen  wird das Best-of-Programm vorgestellt.