Personen & Projekte

Tagung

Sarah Ahmed ist Beraterin im Projekt „bridge-Berliner Netzwerk für Bleiberecht“. Ziel dieses Netzwerkes es ist es die Arbeitsmarktchancen von Bleibeberechtigten und Geflüchteten nachhaltig zu verbessern und ihre aufenthaltsrechtliche Situation dauerhaft zu sichern. Sie ist beim Migrationsrat Berlin Brandenburg e.V. tätig, ein Dachverband für Migrantinnen und Migrantenorganisationen in Berlin und Brandenburg, der sich für ihre rechtliche, soziale und politische Gleichstellung einsetzt. Sie befasst sich in ihren Texten mit der Thematik des Rassismus und der Identitätsbildung von People of Color, vor allem von Frauen of Color. Sie lebt seit zwei Jahren in Berlin und hat in Wien Anthropologie sowie Arabistik und Islamwissenschaften studiert.

Joshua Kwesi Aikins ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachgebiet Entwicklungspolitik und postkoloniale Studien der Universität Kassel. Als Projektreferent koordinierte er beim Diakonie Bundesverband die Erstellung des Parallelberichtes zum deutschen Staatenbericht an die UN Antirassismuskommission. Für das Projekt Vielfalt Entscheidet des Vereins Citizens for Europe entwickelte er das Study design zu Vielfalt in Führungspositionen öffentlicher Einrichtungen in Berlin. Er ist Diplom-Politloge und Doktorand an der Bielefeld Graduate School in History and Sociology. Zuvor studierte er Politikwissenschaft an der FU Berlin und der University of Ghana. Er verbindet sowohl im deutschen, als auch im ghanaischen Kontext wissenschaftliche und aktivistische Beschäftigung mit Fragen von Empowerment und Teilhabe. Als Mitglied der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland setzt er sich insbesondere für die menschenrechtsbasierte Ermächtigung Schwarzer Menschen und People of Colour ein. In Berlin ist er seit über 10 Jahren für einen Perspektivwechsel in der Erinnerungspolitik aktiv, der statt kolonialem, ein anti- und dekoloniales Gedenken ermöglicht. In diesem Rahmen war er Co-Autor des Dossiers Straßennamen mit Bezügen zum Kolonialismus in Berlin, das Berlinweit über 70 Straßen mit Kolonialbezug listet, historisch kontextualisiert und Konzepte für eine dekolonisierende Umgestaltung des öffentlichen Raumes anbietet. Er war an der Umbenennung des Gröbenufers in May-Ayim-Ufer beteiligt.

Ulf Aminde ist Künstler und lebt in Berlin. Er lehrt an der weissensee kunsthochschule berlin. Ab dem Sommersemester 2016 konzipiert er die *foundationClass, die sich an Geflüchtete richtet, die in ihren Herkunftsländern entweder ein Kunst- oder Designstudium aufnehmen wollten, schon begonnen hatten, oder einen Studienwechsel anstreben. Der über ein bis zwei Semester geplante Kurs bietet die Möglichkeit, verloren gegangene Unterlagen, Abbildungen, Belege, Portfolios und Materialien zur Qualifikation für die jährlichen Eignungsprüfungen zu rekonstruieren und zu erstellen.
Tragendes Konzept der *foundationClass ist u.a. als Lehrbeauftragte professionelle Künstler*innen und Gestalter*innen auszuwählen, die durch ihren eigenen Migrations oder Fluchthintergrund den angestrebten Perspektivenwechsel und die damit einhergehende Befragung eines westlich zentrierten Akademiebetriebes begleiten können und damit innerhalb der Institution neue Formen des Lehrens und Vermitteln erproben.

Emine Aslan studierte an der Universität Mainz Soziologie und Ethnologie im Bachelor, wo Sie auch als Referentin für Politische Bildung im ASta tätig war, und Vorträge zu Rassismus und Postkoloniale Theorien organisierte. Dezember 2014 gründete Sie die PoC Hochschulgruppe Mainz mit. Seit Januar 2016 macht Sie ihren Master in Soziologie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Sie ist Mitglied im SchauHin-Team und Co-Initiatorin von #Campusrassismus und #ausnahmslos.

Ahmed Awadalla ist Autor und Aktivist und arbeitet zu den Themen Gesundheit, Sexualität, Gender und Flucht in Ägypten und deutschland. Derzeit arbeitet er für eine HIV/AIDS-Organisation, die Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrungen unterstützt.

Denise Garcia Bergt ist Aktivistin, Journalistin und Mitbegründerin des International Women Space. Sie wurde in Brasilien geboren und zog 2008 nach Berlin, wo sie begann, am Dokumentarfilm „Residenzpflicht“ zu arbeiten. Der Film begleitet Geflüchtete in ihrem jahrelangen Kampf gegen restriktive Gesetze, das ihnen unsichtbare Grenzen in den Weg stellt und sie der Isolation aussetzt. Im Dezember 2012 gründete sie zusammen mit anderen Aktivistinnen den International Women Space in der ehemaligen Gehart-Hauptmann-Schule in Berlin, die von Geflüchteten und AktivistInnen besetzt wurde. International Women Space gab Ende 2015 das Buch „In Unseren Eigenen Worten“ heraus. Es enthält Texte von und über Frauen und beinhaltet zehn Testimonials von geflüchteten Frauen in Deutschland.

Barabara Caveng studierte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Graz lebt seit 1991 als freischaffende bildende Künstlerin in Berlin und anderswo. Sie hat seit 2003 einen Schwerpunkt in der partizipatorischen Kunst. Sie initiierte 2015 das Projekt KUNSTASYL, eine Initiative von Kreativen und Asylsuchenden.

Newroz Duman ist Aktivistin und seit 14 Jahren in Deutschland, war lange Zeit geduldet. Seit 2009 ist sie aktiv bei Jugendliche ohne Grenzen.

Dalia El-Heit studiert Kulturwissenschaften im Bachelor an der Europa Universität Viadrina in Frankfurt/Oder. Seit 2012 ist sie in verschiedenen Bereichen des JugentheaterBüros Berlin aktiv, insbesondere in der Arbeit des Ensembles, wo sie in verschiedenen Stücken Regie führt und schauspielert. Bei dem Projekt Kultür Auf! wirkte sie über einen längeren Zeitraum in der Forschung mit. Sie ist Teil der Rap Gruppe ADS. Außerdem spielt sie in dem neuen Leitstück mit, dass auf dem Festiwalla 2016 im Juli Premiere feiert. Sie kümmert sich zurzeit zusammen mit der AG Intendanz um die Leitung der selbstorganisierten Theaterbühne TheaterX im Bereich des künstlerischen Betriebsbüros. Beim das diesjährige Festiwalla arbeitet sie in der AG Festiwalla mit.

Mareike Geiling studierte nach einem Bachelor in Germanistik und Französisch im Master Religion & Culture. Ihre Schwerpunkte lagen hier auf Islamwissenschaften, Angewandter Ethik und Kulturanthropologie. Berufliche Tätigkeiten führten sie nach Ägypten, Äthiopien und Togo.  Bei Flüchtlinge Willkommen leitet Mareike die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, zudem ist sie für die Internationalisierung des Projekts zuständig. Mareike Geiling ist regelmäßig Gast bei Podiumsdiskussionen, wo sie Inputs zu Social Start-ups in der Geflüchtetenhilfe und digitalen Medien gibt.

Kien Nghi Ha, promovierter Kultur- und Politikwissenschaftler, ist Fellow des Instituts für post­koloniale und transkulturelle Studien der Universität Bremen. Er hat an der New York University sowie an den Universitäten in Heidelberg und Tübingen zu postkolonialer Kritik, Migration und Asian Diasporic Studies geforscht und gelehrt. Als Kurator hat er u.a. im Haus der Kulturen der Welt (Berlin) und im Hebbel am Ufer-Theater (Berlin) verschiedene Projekte über asiatische Diaspora realisiert. Seine Monografie Unrein und vermischt. Post­koloniale Grenzgänge durch die Kulturgeschichte der Hybridität und der kolonialen „Rassen­bastarde“ (transcript 2010) wurde mit dem Augsburger Wissenschaftspreis für Interkulturelle Studien 2011 ausgezeichnet. Frühjahr 2014 gab er das Online-Dossier „Asian Germany – Asiatische Diaspora in Deutschland“ für die Heinrich Böll Stiftung heraus. Weitere Bücher: Ethnizität und Migration Reloaded (Westfälisches Dampfboot 1999/WVB 2004); Vietnam Revisited (WVB 2005), Asiatische Deutsche. Vietnamesische Diaspora and Beyond (Assoziation A 2012, Hg.) und re/visionen. Postkoloniale Perspektiven von People of Color auf Rassismus, Kulturpolitik und Widerstand in Deutschland (Unrast 2007, Co-Hg.)

Makda Isak studiert seit Oktober 2013 an der Johannes Gutenberg Universität Mainz Politikwissenschaft und Ethnologie und ist Referentin des autonomen AlleFrauenreferats des AStAs der Uni Mainz, wo sie Veranstaltungen über Feminismus, (Anti)-Rassismus und Queerness organisiert. Sie gehört zu den Gründerinnen der People of Color Hochschulgruppe Mainz und ist Mitinitiatorin von #ausnahmslos.

Jasmin Ibrahim studiert Internationale Betriebswirtschaftslehre im Bachelor an der Europa Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder. Seit 2011 ist sie in verschiedenen Bereichen am JugendtheaterBüro Berlin aktiv, insbesondere als Mitglied im Leitungskollektiv des Jugendtheaters und als Leitungsmitglied des FESTIWALLA. Das FESTIWALLA ist ein selbstorganisiertes politisches Theaterfestival von und für Jugendliche, veranstaltet vom JugendtheaterBüro Berlin.

Das JugendtheaterBüro Berlin ist ein künstlerischer Betrieb der von Jugendlichen und Mitarbeiter_innen gemeinsam getragen und gestaltet wird. Sie machen Theater zu selbstgewählten Themen und verbinden künstlerische und kulturelle Aktion mit politischer Bildung, Kampagnenarbeit und dem Aufbau eines alternativen und gemeinschaftlich gestalteten Theaterbetriebes im Kiez. Im Brennpunkt Manifest, das Jugendliche des JTB 2011 entwickelt haben heißt es:
Wir sind ein Zusammenschluss von Jugendlichen ganz verschiedener Altersgruppen, Religionen, Nationalitäten und Charakteren. Einige von uns machen seit vielen Jahren Theater. 2009 gründeten wir das JugendtheaterBüro Berlin (JTB). Einer von uns sagte einmal: „Pack uns alle in den Mixer und raus kommt mehr als Multikulti.“ Dieser Satz trifft nicht nur auf unsere gesamte betriebliche Arbeit zu, sondern spiegelt sich insbesondere in unseren selbstinszenierten Produktionen wider. Komplex, vielfältig, widersprüchlich, wie das Leben eben so ist!

Ozan Keskinkılıç ist Aktivist und Mitarbeiter im Praxisforschungsprojekt „Erinnerungsorte. Vergessene und verwobene Geschichten“ an der Alice Salomon Hochschule in Berlin. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen Rassismus, Kolonialismus, Migration und globale Ungleichheiten im historischen Kontext. Letzte Veröffentlichung:‘Patriotic Europeans Against the Islamization of the Occident’. A postcolonial critique. In: Jahrbuch für Islamophobieforschung 2016/7,129-141. Unter @ozankeskinkilic twittert er über Alltagsrassismus, koloniale Kontinuitäten und das Leben in der Diaspora.

Bengü Kocatürk-Schuster, geb. 1972 in München, studierte nach Schulbesuch und Abitur in Ankara/Türkei an der Universität Essen und in Sunderland Anglistik, Germanistik und Kunstwissenschaften auf Magister. Seit 1998 arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei DOMiD, Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland, und ist mit wissenschaftlichen Recherchen, Ausstellungs- und Archivprojekten sowie Veröffentlichungen, Tagungen und Vorträgen zum Thema Migration befasst. 2014 erarbeitete und durchführte sie das Projekt „DOMiD macht SCHULE“ mit der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule in Leverkusen. Derzeit arbeitet sie unter anderem an einem Buchprojekt zum Thema vietnamesischer Migration.

Timo Köster studierte Kulturwissenschaften und Kommunikationswissenschaft in Leipzig und Sofia. Seit Ende 2013 ist er geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Zukunftsakademie NRW – Interkultur, Kulturelle Bildung und Zukunft von Stadtgesellschaft e.V. Von 2005 bis 2008 leitete er im Rahmen des Kulturmanagerprogrammes der Robert Bosch Stiftung die Programmabteilung der Internationalen Elias Canetti Gesellschaft in Ruse (Bulgarien), von 2009-2013 das Projektbüro für Frieden und Interkultur der Stadt Augsburg. Er verantwortete dort das interkulturelle und interreligiöse Rahmenprogramm zum Hohen Friedensfest und realisierte ganzjährig Veranstaltungsformate, die sich mit der Heterogenität von urbanen Stadtgesellschaften in Theorie und Praxis auseinandersetzten. Interessen/Schwerpunkte seiner Arbeit: Diversitätsorientierte Entwicklungsprozesse in Kultureinrichtungen, Diversität in der Kulturellen Bildung/Kulturellen Praxis, Urbanes Lernen, Migrationsgeschichte, Kommunales Diversitätsmanagement.

Kotti & Co, die Mietergemeinschaft gründete sich 2011 am südlichen Kottbusser Tor in Berlin-Kreuzberg, um sich gemeinsam dem stetigen Anstieg des sozialen Wohnungsbaus und der Verdrängung aus dem Stadtteil entgegenzustellen. Mit der Errichtung des Gecekondu*, einem Holzhaus am Kottbusser Tor im Mai 2012 manifestierte sich der Protest seitdem dauerhaft und schaffte einen selbstorganisierten Raum für Austausch und Politik.

Julia Lemmle ist Coach & Trainerin für Empowerment und kritisches weißsein. Sie ist Teil der Inititiative Bühnenwatch, die sich für Theater ohne rassistische Ausschlüsse engagiert. Sie hat das „Rhetorik-Empowerment-Training für Frauen*“ entwickelt und konzentriert sich darüber hinaus auf die Themen Selbstsorge, Gefühlsarbeit und Achtsamkeit.

Resa-Philip Lunau studiert zur Zeit Philosophie auf Master an der Freien Universität Berlin, nach einem Studium der Freien Kunst (Diplom, Bauhaus Universität Weimar) und der Kulturwissenschaft/Philosophie (Bachelor, Humboldt Universität zu Berlin). Außerdem war er Vorstandsmitgleid bei TrIQ e.V. (2013/14) und ist seit einigen Jahren im Bereich des Trans/Inter Aktivismus tätig.

Franca M’hamdi hat in Konstanz Literatur-Kunst-Medien und Gender Studies studiert und macht aktuell ein Ausbildung zur Social Justice und Diversity Trainerin an der FH Potsdam. Sie engagiert sich gegen Rassismus im Kulturbereich und lebt als freie Autorin in Berlin.

Gin Müller ist Dramaturg, Theaterwissenschafter, Performer und Ar/ctivist. Lektor an der Universität Wien (Theater-, Film-, Medienwissenschaft) und an der Universität für Musik und darstellende Künste (Institut für Kulturmanagement).
Er war Teil des Kollektivs Volxtheaterkarawane/PublixTheatreCaravan (2001-2004) und der feministischen Performanceband SV Damenkraft (2004-08). Aktiv im Refugee Protest Vienna (2012-2013), Beratung und Mitarbeit in der Türkis Rosa Lila Villa (ab 2010) und “Queer Base”, dem LGBTIQ-Refugee Housing Projekt (seit 2014).
Buch: Possen des Performativen. Theater, Aktivismus und queere Politiken, republicart 7, Wien: turia&kant, 2008.
Zu Gin Müllers letzten Theaterarbeiten gehören: „Dr. Kawis Erforschung des Einstellungsinventars der Liebesstile“ (brut_wien, 2015/16), Trans Gender Moves” (brut_Konzerthaus, Oktober 2014, März 2015) . „Gaygusuz gegen Österreich“ (Wienwoche Festival, Schauspielhaus 13.9.2014), „Melodrom“ – The Making of rebellious Telenovela (performative Installation, Symposium, Theater) Mexico City, Museo de Chopo, Laboratorio Arte Alameda, Dez. 2013 – Feb.2014, Wien_brut Oktober 2012. „Rebelodrom – Aktionslabor für politische Interventionen“ (Wien_brut/Wienwoche Festival, 19.-29-9.2013)

Lucía Muriel ist in Ecuador geboren und seit ihrer frühen Kindheit durch verschiedene Länder, Kulturen und Regionen migriert. Berlin ist der Anker ihres Lebens geworden. An der Freien Universität Berlin hat sie Psychologie studiert und sich in Arbeits-,Betriebs- und Organisationspsychologie spezialisiert. Ihr politisches und kulturelles Engagement bewegt sich aber global. Die kritische Auseinandersetzung mit der Entwicklungspolitik, Migrationspolitik und mit der Bildungspolitik der dominanten Weißheit gehört zu festen Bestandteilen ihrer Projekte,Trainings und Seminare. Als Aktivistin zur Bekämpfung von Diskriminierung und Ausgrenzung hat sie in Berlin mehrere migrantische Strukturen mit entwickelt, beraten und gestärkt. So war sie mehrere Jahre Vorstandsmitglied bei ISI e.V.
2014 publizierte sie den analytischen Kommentar zum Verhältnis der Nichtregierungsorganisationen und der migrantischen Organisationen in der Bundesrepublik „Die bundesdeutsche Eine-Welt-Arbeit aus einem Guß?“.Seit 2013 arbeitet Lucía Muriel als Promotorin zur Stärkung der migrantischen Zivilgesellschaft für den ersten Berliner Verband migrantisch-diasporischer Organisationen in der EINEN-WELT-Arbeit moveGLOBAL e.V., den sie 2012 aktiv mitgegründet hat.

Lena Prabha Nising ist Erziehungswissenschaftlerin, Aktivistin und Bildungsreferentin. Sie arbeitet schwerpunktmäßig zu Rassismus und Empowerment. Als Koordinatorin im Projekt [in:szene] der „W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V.“ beschäftigt sie unter anderem die Frage, wie eine vielfaltssensible, rassismuskritische Öffnung von Kulturbetrieben gelingen kann.

Mara Nombamba, Berlinerin mit Kamerunisch-deutschen Hintergrund und Studentin der Sozialwissenschaften (B.A.) an der HU. Seit Oktober 2015 Teil des Bibliotheks-Team von eoto e.V.

Dan Thy Nguyen ist freier Theaterregisseur, Schauspieler und Sänger in Hamburg. Er arbeitete an diversen Produktionen an der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, auf Kampnagel, dem Mousonturm Frankfurt und dem „letzten Kleinod“ zusammen. 2014 entwickelte und produzierte er das Theaterstück „Sonnenblumenhaus“ über das Pogrom von Rostock-Lichtenhagen, welches 2015 in seiner Hörspielversion die „Hörnixe“ gewonnen hat, den 1.Platz des gleichnamigen Hörspielfestivals in Chemnitz. Seit 2015 tourt er durch verschiedene Städte in Deutschland mit seiner Lecture-Performance „Denken was Tomorrow“, welches sich mit der Flucht seiner Familie als Boat People beschäftigt.

Iris Rajanayagam arbeitet u.a. zu postkolonialen Theorien hierbei insbesondere zu kolonialen Kontinuitäten in der deutschen bzw. europäischen Migrations- Flüchtlings- und Asylpolitik, Intersektionalität, sowie zu rassismus- und diskriminierungskritischer Theorie und Praxis.  Seit 2005 ist sie aktiv in The Caravan for the Rights of Refugees and Migrants. Sie arbeitet als Programmreferentin beim Verein xart splitta, wo sie gerade die Reihe „Dekolonisierung in Kunst und visueller Kultur“ kuratiert. Außerdem lehrt sie an der Alice-Salomon-Hochschule Berlin im Modul „Rassismus und Migration“ und ist teil des Redaktionsteams von „Leben nach Migration“, Newsletter des Migrationsrates Berlin-Brandenburg (MRBB)

Refugee Schul- und Unistreik Berlin Wir sind ein Bündnis aus Jugendlichen und jungen Erwachsenen, gegen Rassismus, menschenverachtende und repressive Asylpolitik, sowie Kapitalismus und Imperialismus als Mitverursacher von Fluchtgründen weltweit. Wir versuchen jungen Menschen durch Aktionen wie Schulstreiks oder Demonstrationen eine Stimme zu verleihen und Zugang zu politischer Praxis zu verschaffen.

Dachil Sado kommt aus dem Irak und lebt seit Januar 2015 in Berlin. Er ist seit April 2015 Teammitglied bei KUNSTASYL und seit März 2016  Cokurator des prozesshaften Ausstellungsprojektes „daHEIM: Einsichten in flüchtige Leben“ im Museum Europäischer Kulturen Berlin. Dachil Sado beginnt im Oktober sein Studium in der foundation class der Kunsthochschule Weißensee.

Bahar Sanli hat Kulturwissenschaft und Kommunikationswissenschaft studiert. Seit Mai 2009 arbeite Sie im Nachbarschaftshaus Urbanstraße e.V. als Gemeinwesenarbeiterin u.a. zu stadt(teil)politischen Themen. Als Gemeinwesenarbeiterin unterstütze Sie Basisinitiativen in der Mobilisierung, Vernetzung und  Organisierung. Im Bündnis „Solidarische Stadt“,  aber auch im Bündnis „Wahlrecht für Alle“ wirke Sie aktiv mit und versucht die Ebenen der Basisinitiativen mit Organisationen zusammenzubringen. Dabei verstehe Sie Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession und sehe sich als Mitstreiter_innen in stadtpolitischen Auseinandersetzungen um eine soziale, gerechte und inklusive Stadt.

Dr. Azadeh Sharifi ist Kultur- und Theaterwissenschaftlerin, Autorin und Aktivistin. Sie forscht zu (Post)migrantischem Theater, Theater und Rassismus und Postkolonialismus. Sie war Fellow am Internationalen Forschungskolleg „Interweaving Performance Cultures“ der Freien Universität Berlin und wird ab kommendem Herbst zu „(Post)migrantisches Theater in der deutschen Theatergeschichte – (Dis)Kontinuitäten von Ästhetiken und Narrativen“ an der Theaterwissenschaft München forschen.

Tuğba Tanyılmaz ist Erzieherin, psychosoziale Beraterin und Sozialarbeiterin. Zur Zeit ist sie die Geschäftsführerin des Migrationsrat Berlin Brandenburg e.V., hat einen Lehrauftrag für das Beratungsseminar an der Alice Salomon Hochschule und ist die Mitbegründerin der Initiative intersektionale Pädagogik (i-PÄD) e.V. Sie arbeitet unter anderem in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, in Kinder- und Jugendpsychiatrie und in einem Berliner Frauenhaus. Als Bildungsreferentin bietet sie Workshops und Lehrveranstaltungen für Lehrer_innen, Eltern, Studierende, (angehende-) Pädagog_innen, Erzieher_innen und anderen Multiplikator_innen aus sozialen  Berufen zu den Themen: Machtkritische Erziehung, diskriminierungssensible Erziehung Rassismus, Gender, Homo- und Transfeindlichkeit, Sexualität, Identität,  Diskriminierung und Empowerment-Techniken, an.

Deemah Taizari lebt seit 2014 in Deutschland. In Syrien studierte sie 8 Semester Zahnmedizin, von denen ihr in Deutschland nur 2 Semester anerkannt wurden. Trotz guter Sprachkenntnisse erhielt sie in Deutschland bisher keinen Studienplatz. Mittlerweile arbeitet sie als Assistentin in einer Kieferorthopädie-Praxis. Sie ist die Mitbegründerin der Initiative „Recht auf Uni“, einem Zusammenschluss geflüchteter und asylsuchender Studienbewerber*innen.

Armeghan Taheri hält einen LL.M. Abschluss der School of Oriental and African Studies (SOAS), University of London, in Menschenrechte und internationalen Recht. Ihre Recherchen spezialisierten sich unter anderem auf Intersektionalität in den Bereichen Strafanwendungsrecht für die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen, Waffengewalt, und Landrechte indigener Gruppen. Seit Juni 2016 ist sie Mitgründerin von NOMEN, ein Kollektiv für ethische Kunst und politische Praxis.

Samee Ullah studierte Ingenieurwissenschaften an der School of Aeronautics Karachi, Pakistan und arbeitete anschließend als Triebwerksmechaniker. Seit 2013 ist er Mitglied des Refugee Club Impulse. Seit 2015 ist er Koordinator von “My Right Is Your Right”, einem Bündnis von Geflüchteten, Kulturschaffenden und Vereinen. Zuletzt organisierte er den “Carnival Al-Lajíin_Al-Lajiáat” (Karneval der Glüchteten).

Sinthujan Varatharajah hat Soziologie und Politikwissenschaften an der London School of Economics studiert. Zurzeit ist er Doktorand in politischer Geografie am University College London und forscht zum Thema „Räume des Asyls“. Er arbeitet als Projektkoordinator bei Flüchtlinge Willkommen und ist Gründer des Erzählprojekts Roots of Diaspora, das Fluchterfahrungen der Eelam-Tamilen aufarbeitet und dokumentiert. Seine Themenschwerpunkte liegen in den Bereichen Asylpolitik, Rassismusforschung, Critical Whiteness, Kastenforschung und Geografie der Macht.

The VOICE Refugee Forum wurde von Asylsuchenden 1994 als The Voice Africa Forum in der Abschiebehaft in Mühlhausen gegründet, um die Widerstandbewegung gegen die Militärdiktatur in Nigeria zu unterstützen. Die Gruppe versuchte öffentlichen Druck aufzubauen, politische Gefangene und Asylsuchende aus der Haft zu entlassen.
Seit 1997 ist The Voice als Geflüchteten-Selbstorganization aktiv im Kampf gegen Abschiebegefängnisse.
In den letzten 20 Jahren beteiligt The Voice sich an unzähligen politischen Netzwerken, wie der Karawane für die Rechte von Flüchtlingen und MigrantInnen.

Kieztouren

 AFDI – Archiv für Forschung und Dokumentation Iran e.V.
AFDI ist eine gemeinnützige Institution. Im Zentrum seiner Aktivitäten stehen das Beschaffen und Katalogisieren von Dokumenten über die gesellschaftliche, politische und kulturelle Situation des zeitgenössischen Iran und besonders der letzten zwei Jahrzehnte der Iraner im Ausland.
ADFI sammelt alle Dokumente (Print, Audio, Video) über den Iran – ohne Rücksicht auf die politische Couleur – und macht sie öffentlich zugänglich.
Die Vernichtung von Dokumenten hat in der iranischen Geschichte Tradition. Aufgrund der Vernichtung von Dokumenten und der Unzugänglichkeit der wenigen erhaltenen Dokumente bestand für manche die Möglichkeit, die Geschichte zu ihren Gunsten zu schreiben und ungehindert zu fälschen. Die Zerstörung und/oder Unzugänglichkeit von Dokumenten bedingen, dass Erfahrungen immer wieder neu gemacht werden müssen. Die Erhaltung von Dokumenten und ihre öffentliche Zugänglichkeit bietet die Freiheit für alle, auf der Grundlage der archivierten Dokumente jedes Ereignis untersuchen zu können. Denn wenn Dokumente verwahrt werden, ist die Fälschung der Wirklichkeit nicht mehr so einfach.

Corasol – Contre le racisme – Show Solidarity
ist eine Gruppe von Menschen mit und ohne Aufenthaltsstatus, mit und ohne Flucht-/ Migrationserfahrung, die durch strukturell-politische Arbeit und gegenseitige Unterstützung versuchen, gegen Rassismen und weiße Dominanz in der Gesellschaft anzukämpfen. Konkret organisierten wir den Antira-Einkauf in Hennigsdorf, die monatliche Friedel-Vokü mit Informationsveranstaltungen zu Antira-Themen und machen kleine öffentliche Aktionen. Außerdem kooperieren wir mit unterschiedlichen antirassistischen Gruppen in Berlin und Brandenburg.

Daily Resistance
Daily Resistance ist eine monatlich erscheinende Zeitung, die von Menschen, so genannte  Geflüchteten veröffentlicht und geschrieben wird, die nicht ihre Entrechtung durch den deutschen Staat akzeptieren. Sie schreiben über ihren Kampf und teilen ihre Meinungen, um Menschen zu erreichen, die in der gleichen Situation sind.

GLADT e.V.
Der GLADT e.V. existiert seit 1997 und ist eine unabhängige Selbstorganisation von Schwarzen und of Color Lesben, Schwulen, Bisexueller, queerer und Trans*Personen (LSBTQ) und solchen mit Migrationsgeschichte.
Der GLADT e.V. bietet psychosoziale Erstberatung u.a. zu den Themen Coming Out, Familie, Sucht, Gesundheit, Gewalt, Diskriminierung und engagiert sich auf unterschiedlichen Ebenen gegen Rassismus, Sexismus, Trans*- und Homophobie, sowie andere Formen von Diskriminierungen.
Ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit liegt auf den Themen Mehrfachdiskriminierung und Intersektionalität, d.h. der Überschneidung/Überlappung unterschiedlicher Diskriminierungsformen und den damit einhergehenden spezifischen Erfahrungen von betroffenen Menschen. GLADT e.V. wird mit diesem Schwerpunkt nicht nur in Berlin und deutschlandweit, sondern auch im internationalen Kontext als Kompetenzzentrum nachgefragt.

Internationale Woman Space
Der International Woman Space ist eine Gruppe von Migrantinnen und geflüchtete Frauen aus den ehemaligen kolonisierten Ländern, die nach Deutschland gekomme sind, als auch Frauen ohne diese Erfahrung, die zusmamenkommen um eine Basis und einen gemeinsamen Kampf gegen die Auswirkungen der Festung Europa.
Der International Women Space wurde als Gruppe innerhalb der Geflüchteten Besetzung der ehemaligen Gehart-Hauptmann -Schule im Dezember 2012 gegründet.

Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland

Der Verein ISD ist ein Zusammenschluss Schwarzer Menschen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben die Interessen Schwarzer Menschen in Deutschland zu vertreten, ein Schwarzes Bewusstsein zu fördern,  Rassismus entgegenzutreten, die Vernetzung Schwarzer Menschen beziehungsweise ihrer Organisationen und Projekte, zu unterstützen und zu organisieren.
Die ISD versteht sich nicht als alleinige Vertreterin Schwarzer Menschen in Deutschland, sondern vielmehr als Teil der Schwarzen Community. Besonders hervorzuheben sind jene Gruppen, die von Geflüchteten organisiert werden, wie die African Refugee Association (ARA), The Voice, Refugees Emancipation und Women in Exile. Sie setzen sich für die Einhaltung der Menschenrechte gegenüber Geflüchteten ein und mobilisieren in regelmäßigen Abständen Kampagnen gegen Abschiebungen, Übergriffe durch Staatsorgane, die extreme Rechte und die Residenzpflicht.

Korientation
Korientation ist eine Selbstorganisation und ein kulturpolitisches Netzwerk von Asiatischen Deutschen und Asiat*innen mit dem Lebensschwerpunkt Deutschland. Asiatisch-Deutsch ist für korientation ein verbindendes Element, das der gesellschaftspolitischen Positionierung in einer pluralen deutschen Gesellschaft dient.
Korientation versteht sich als Plattform, die den vielfältigen Lebenswirklichkeiten von asiatischen Deutschen Präsenz und Ausdruck verleiht und einen community-bildenden sowie community-übergreifenden Austausch ermöglicht.
Korientation arbeitet projektorientiert zu unterschiedlichen gesellschaftsrelevanten Themen und Fragestellungen. Besonderes Augenmerk ist auf Fragen der Migration, Inklusion, Transkulturalität, Gender und Diversity gerichtet. Die Aktivitäten von korientation reichen von Kultur- und Medienprojekten über wissenschaftliche Publikationen bis hin zu Ausstellungen und  Eventreihen, die zum Austausch und zur Vernetzung einladen.
Korientation verfolgt das Ziel, durch seine Tätigkeiten auf verschiedenen Ebenen einen Beitrag zur Entwicklung einer vielfältigen deutschen Gesellschaft zu leisten, rassistische Klischees und ausgrenzende Praktiken in Frage zu stellen und den Blick der deutschen Mehrheitsgesellschaft für die bereits bestehenden unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten von Migranten und Migrantinnen auszuweiten.

Kotti&Co
Kotti & Co, die Mietergemeinschaft gründete sich 2011 am südlichen Kottbusser Tor in Berlin-Kreuzberg, um sich gemeinsam dem stetigen Anstieg des sozialen Wohnungsbaus und der Verdrängung aus dem Stadtteil entgegenzustellen. Mit der Errichtung des Gecekondu*, einem Holzhaus am Kottbusser Tor im Mai 2012 manifestierte sich der Protest seitdem dauerhaft und schaffte einen selbstorganisierten Raum für Austausch und Politik.

Kontakt- und Beratungsstelle für Flüchtlinge und Migrant_innen e.V.
Die Kontakt- und Beratungsstelle für Flüchtlinge und Migrant_innen e.V. in Berlin-Kreuzberg, gegründet im Jahr 1983, ist ein gemeinnützig anerkannter Verein, mit der Aufgabe, Geflüchteten und Migrant_innen aus aller Welt Beratung und Hilfestellung in sozial- und aufenthaltsrechtlichen, psychosozialen und anderen existentiellen Fragen zu geben. Wir vertreten den Standpunkt, dass allen Menschen ein sicherer Aufenthaltsstatus sowie politische, soziale und ökonomische Gleichberechtigung zustehen.

Migrationsrat Berlin-Brandenburg e.V.
Der MRBB ist ein Dachverband von über siebzig „Migrant_innen“-Selbstorganisationen. Jenseits von Merkmalen wie Herkunft, Religion, Geschlecht oder sexueller Orientierung ist der MRBB die Interessenvertretung unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen in Berlin und Brandenburg.
Die völlige rechtliche, soziale und politische Gleichstellung und Teilhabe von Migrant_innen, ihren Nachfahren und anderen People of Color sieht der MRBB als gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die der MRBB mit gebündelten Kräften unterstützen. Gleichberechtigtes Mitglied der Gesellschaft zu sein, heißt auch, gesellschaftliche und soziale Verantwortung zu übernehmen. Der MRBB tut dies in den Bundesländern Berlin und Brandenburg.

My Stories, my terms
Imad Gabrayel ist der Initiator des Projekts /Workshops My Stories, my Terms. Dieser Workshop zielte darauf ab, einzelne Geschichten zu teilen und entwickeln in Berlin von Geflüchteten aus verschiedenen Bereichen kommend und mit einem breiten Spektrum an Erfahrungen. Das Ziel ist eine autonome Erfahrung des Geschichtenerzählens zu kreieren in denen der/die Autor_innen nicht abhängig von Medien ist um seine/ihre Reise zu übersetzen, sondern die vollständige Kontrolle über die Erinnerungen an die Vergangenheit und die aktuellen Herausforderungen hat.

Nachbarschaftsmuseum e.V.
In Begegnungswerkstätten will der Verein Nachbarschaftsmuseum Wege aufzeigen, wie Berlin ein Zuhause werden kann für jene, die hier Zuflucht genommen haben, und zugleich ein Zuhause bleibt für Menschen, die sich hier schon lange beheimatet fühlen.
Die Begegnungswerkstätten verbinden sich mit Führungen durch die Ausstellung „Ortsgespräche“  des FHXB Museums, Stadtrundgängen im Umkreis des Museums und der Flüchtlingskirche, dem Erfahrungsaustausch mit Vertreter*innen von Migrantenorganisationen sowie Gesprächen zwischen den Projektteilnehmer*innen.
Das Projekt vermittelt Einblicke in die Geschichte und Gegenwart Kreuzbergs und Berlins, streifen aber auch ausgewählte Orte der Teilnehmer*innen, zu denen neben den Geflüchteten Menschen aus den benachbarten Communities und von verschiedenen Initiativen zählen
Ziel ist, gemeinsame Anliegen, Handlungsfelder, vorhandene Potenziale und ein gelingendes Miteinander auszuloten.
Queer Base – Welcome and Support for LGBTIQ Refugees (Wien)
Queer Base sind in der Türkis Rosa Lila Villa, das Gemeindezentrum für Lesben, Homosexuell und Trans * Menschen in Wien. Die Villa ist ein Ort für Beratung, Kommunikation und für die gegenseitige Ermutigung und Unterstützung für Lesben, Homosexuell, Bisexuelle, Trans * Menschen, Inter-Personen und Queers.
Queer Base bietet regelmäßige Asylberatung zu allen Fragen im Zusammenhang mit Asyl und LGBTIQ *. Wenn Sie Hilfe benötigen, treten Sie bitte mit uns in Verbindung. Ihr Support umfasst Vernetzung mit der Gemeinschaft, die Organisation von sozialen Fragen und die Bereitstellung Kompetenz in rechtlichen Angelegenheiten.
Leider  kann Queer Base keine rechtliche Vertretung zur Verfügung stellen; sind wir in Kontakt mit Anwälten im Zivilrecht, die sich in Fällen auskennen in Bezug auf Lesben, Homosexuell, Bisexuelle, Trans *, Inter und Queer Geflüchtete. Sie organisieren auch Wohnraum für Geflüchtete / Asylbewerber, die wegen ihrer sexuellen Identität / Orientierung verfolgt werden und sind gekommen, nach Österreich.
Jeden Donnerstag um 20.00 Uhr gibt es die Möglichkeit, Ideen in einem offenen Raum Treffen auf der ersten Etage unseres Hauses auszutauschen, sich zu vernetzen.

Salaam Shalom
Salaam-Schalom ist eine interkulturelle Initiative, die im Dezember 2013 von Neuköllnern gegründet wurde – seitdem sind viele neue Mitglieder aus der ganzen Stadt hinzugekommen. Sie steht für ein friedliches Zusammenleben und Solidarität in Neukölln, Berlin und darüber hinaus, und fördert das mit unterschiedlichen Aktionen und Projekten, die auf gesellschaftliche und juristische Ausgrenzungen in der Gesellschaft aufmerksam machen.
Salaam-Schalom wurde von Neuköllnern, Muslimen, Juden und anderen errichtet als Reaktion auf die öffentlichen Statements eines Rabbiners, der Neukölln wegen des hohen Anteils von Muslimen als „No-go-Area“ für Juden bezeichnet hat. Stigmatisierungen, die zu Misstrauen und Spannungen führen möchte SaScha auflösen. Berlin und Neukölln sind eine No-Go-Area für Rassismus und Xenophobie.
Sie ist gesellschaftspolitisch engagiert, aber parteiunabhängig.

Senthuran Varatharajah
Senthuran Varatharajah, geboren 1984, studierte Philosophie, ev. Theologie und Kulturwissenschaft in Marburg, Berlin und London.
Durch Zufall beginnen Senthil Vasuthevan und Valmira Surroi ein Gespräch auf Facebook. Er lebt als Doktorand der Philosophie in Berlin, sie studiert Kunstgeschichte in Marburg. Sieben Tage lang erzählen sie sich von ihrem Leben, ohne sich zu begegnen. Ihre Nachrichten handeln von ihren Familien und ihrer Flucht aus Bürgerkriegsgebieten, von ihrer Kindheit im Asylbewerberheim und ihrer Schul- und Studienzeit. Hochreflektiert schreibt Senthuran Varatharajah in seinem Debütroman über Herkunft und Ankunft, über Erinnern und Vergessen und über die Brüche in Biographien, die erst nach einiger Zeit sichtbar werden.

StreetUniverCity
Die StreetUniverCity Berlin e.V. (SUB) bietet außerschulische Bildung für Jugendliche von 15-25 Jahren. Als Förderer für die Akzeptanz der Straßenkultur initiiert und organisiert die StreetUniverCity Seminare, Kurse und Workshops, sowie berufsbegleitende und berufsorientierende Weiterbildungsmaßnahmen.
Das Angebot umfasst Seminare aus den Bereichen Musik, Politik & Gesellschaft, Grafik/Design, Straßenkultur, Theater & Schauspiel, Film, IT Media, Bildende Kunst, Sport und Sprachen sowie internationale Jugendarbeit. Der Abschluss „SUB Master“ und die Einzelzertifikate belegen die erworbenen sozialen und kreativen Kompetenzen.
Anstelle von milieufremden Sozialarbeitern zeigen Vorbilder und „Respektspersonen“ (professionelle Medienarbeiter/Künstler/Unternehmer u.a.) – unsere SUBporter – den Jugendlichen in ihrer Sprache und in ihren Codes neue Möglichkeiten auf und stärken so die Eigenverantwortung und das bürgerschaftliche Engagement.

Türkische Bund in Berlin-Brandenburg e.V.
Türkeistämmige Menschen, sind sich bewusst, dass Sie die Zukunft in Berlin und in der Bundesrepublik Deutschland als gleichberechtigter Teil der Gesellschaft mitgestalten werden. Der Verein setzt sich in der Deutschen vielfältigen Gesellschaft für die Akzeptanz und Wertschätzung unterschiedlicher Identitäts- und Lebensentwürfe ein. Allen Formen des Rassismus und jeglicher Diskriminierung auf Alltags-, institutioneller und struktureller Ebene treitt der Verein entschieden entgegen. Mit dieser Vereinigung wollen sie auf rechtlicher, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Ebene ihre (Minderheiten-)rechte einklagen sowie Chancengleichheit und Teilhabemöglichkeiten in allen Lebensbereichen einfordern.

Verein iranischer Flüchtlinge in Berlin e.V.
Die Zielgruppe des Vereins sind in Berlin lebende iranische Geflüchtete. Es wird sowohl Deutsch als auch Persisch gesprochen.
Zu den Vereinsangeboten gehören Allgemeine Beratung für Asylbewerber und Geflüchtete und in Berlin lebende Iraner*innen, Beratungsangebote für Frauen, Familien und Jugendliche und Betreuung und Begleitung zur Übersetzung. Weiterhin gibt es ein weitgefächertes Kursangebot und eine Selbsthilfegruppe für Frauen.
Zu den Events, die der Verein veranstaltet gehören neben politischen und kulturellen Veranstaltungen, auch das Newrozfest und ein Feuerfest für Kinder.

Festival

Medienprojekt REM/WE-TV

RefugeeExileMedia-Network / REMconnect ist eine Medieninitiative von Geflüchteten aus Brandenburg und Berlin, die Geflüchtete durch Medien empowert. REMconnect produziert Beiträge für TV und Stream und vermittelt Medienkompetenz in Filmworkshops und Fernsehproduktionen. REMconnect kooperiert mit dem Jugendmedienprojekt WETV, das bei Alex-Berlin produziert, sendet und streamt.

 

Flowjob (Magdeburg/Potsdam)

Das Projekt Break Grenzen steht für Inklusion mittels Breakdance. Mithilfe des Aufbaus und der Anleitung einer Breakdance-Nachwuchsgruppe, die aus Kindern unterschiedlicher soziokultureller Hintergründe besteht, werden Anhaltspunkte geschaffen für die Entwicklung von interkultureller Kompetenz und Empathiefähigkeit. Einmal pro Woche werden die Kinder professionell trainiert und gecoacht. „Lets break“ ist nicht nur der Aufruf zum tanzen, sondern bedeutet sinnbildlich auch das Niederreißen von gesellschaftlich konstruierten Grenzen, die einen Kontakt zwischen Kindern im Voraus verhindern können.

 

 Nürtingen-Grundschule

Bei dem projekt WELTweit…Neu erforschen 60 Kinder aus den Klassen 4-6 in einer Interview-Werkstatt die Frage „Wie leben meine Nachbarn?“. Die daraus resultierenden Erkenntnisse setzen sie dann um in einer 3-wöchigen Spielwerkstatt: 5 Welten werden gebaut, erfunden, belebt, jede mit ihren eigenen Ritualen und  Regierungsformen. Bis eines Tages die Gelbe Welt „Styrozone“ über Nacht zerstört wird und die BewohnerInnen kein Zuhause mehr haben. Was tun? Auswandern? Eine andere Welt um Aufnahme bitten? Werden die anderen überhaupt bereit sein, die Bewohner der Gelben Welt zu empfangen? Welche Regeln gelten? Auf dem Mariannenplatz berichtet ein Zeitzeuge und in der Aula der Nürtingen-Grundschule gibt es einen Einblick in die Filmdokumentation.

 

Theatergruppe Tempelhof

Bei Eins Komma Zwei Quadratmeter Berlin haben sich fünf syrische Jugendliche aus der Notunterkunft im ehemaligen Flughafen Tempelhof im Januar zu einer Theatergruppe zusammengeschlossen. Sie haben sich entschlossen, hier im nahegelegenen Wasserturm ihre erste Premiere zu begehen. Sie sind zwischen 16 und 20 Jahren alt. Sie erzählen von sich, sie singen, sie tanzen. Sie sind da. Die Geschichten sind ihre Geschichten. Sie reden sehr persönlich. Auch davon, was sie als Kinder als erstes über Deutschland hörten. Und was sie Jahre später von Deutschland erwarteten, als sie hierher aufbrachen. Und was diejenigen, die sie in Syrien zurückließen, jetzt von ihnen erwarten, wo sie es doch nach Deutschland geschafft haben. Sie geben Einblick in ihre momentane Situation und formulieren ihre Gedanken und Wünsche für die Zukunft – für sich selbst und für ein Land, in dem sie leben wollen. Die Aufführung ist auf Arabisch, Englisch und Deutsch. Geleitet wird das Projekt von Alexander Schröder.

 

Radio multicult.fm

young media@global economy

Bei dem Projekt von multicult.fm, gefördert von der PwC Stiftung reflektieren junge Einwanderer*innen über ihre eigene Identität, sowie die gemeinsame Schnittmenge von Kultur, Wirtschaft und Integration und knacken die „Codes“ der verschiedenen  Kulturen. Auf der Bühne setzen zwei Teilnehmende ihren Traumberuf einem „reality check“ aus: Der 15 jährige Abdallah will nach seiner vielfachen Fluchterfahrung( Jemen – Syrien – Türkei – Bulgarien – Deutschland) unbedingt Arzt werden – er spricht mit einem Vertreter von Ärzte ohne Grenzen und einem bekannten Berliner Kieferchirurgen. Die  15 -jährige Gabriela kommt aus dem ehemaligen Jugoslawien und will Sängerin werden. Im Interview mit Sarah Najafi, Filmmusikkomponistin der bekannten DOKU No Land’s Song, erfährt sie, wie schwierig eine Karriere als Musikerin im Iran wäre.

 

Akademie der Autodidakten

Jetzt bin ich hier!

„Jetzt bin ich hier. Im Hier und Jetzt. Aber welche Möglichkeiten habe ich in meiner Gegenwart? Und was mache ich eigentlich in der Zukunft? Wie lebt es sich in einem Europa, in dem der Rechtspopulismus zunimmt und ein neuer Patriotismus um sich greift? Welche Strategien können Postmigrant*innen und People of Color anwenden, um sich zu solidarisieren?
Ausgehend von ihren eigenen Lebenserfahrungen tauschen sich junge Erwachsene mit der Theaterarbeiterin Simone Dede Ayivi über den persönlichen und allgemeinen Status quo aus. Angetreten als Expert*innen ihres eigenen Lebens, wandeln sie Erfahrungen, Ängste und Hoffnungen mit den Mitteln von Theater und Performance um und malen sich das Morgen aus.“
Die Interventionen zeigen einen Ausschnitt einer Produktion der akademie der autodidakten im Ballhaus Naunynstraße, gefördert durch den Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung.

 

DJ Ipek

Die international renommierte, mehrfach ausgezeichnete in Berlin und Istanbul und queer lebende DJ, Produzentin und Kuratorin Ipek Ipekçioglu, ist eine der angesagtesten DJ’s der Berliner Clubszene und wird als international bekannte Queen des Eklektik BerlinIstan nicht umsonst als  „Zeremonienmeisterin der transkulturellen Völkerverständigung“ (Daniel Bax – TAZ) bezeichnet. Sie ist bekannt für Ihren einzigartige und hybride Sound. Ihr faszinierender, nomadischer Sound – inspiriert von ihrer bi-kulturellen Sozialisation und Einflüssen – agiert außerhalb gängiger Pop Klischees. Psychedelic Turkish Funk trifft auf Disko, Balkanfolk auf House, kurdischer Halay auf Elektro, türkischer Tango auf Break Beat, Bhangra auf Moombahton, albanischer Pop auf Twerk, iranischer Folk auf Techno. Ihre FolkElektroFusion setzen überraschende Akzente im Flow der Club Music.

 

Gülina Feat Newcomer Youngsters

Ein Zusammenschluss verschiedendster junger Talente, die ihre Heimat kriegsbedingt verlassen mussten und nun in Berlin neu starten. Gülin (Projektleitung „Faces of Change and Chance“ und Sängerin von Gülina) hat es sich zu ihrer Aufgabe gemacht, neue Musiker*innen in verschiedenen Erstaufnahmeeinrichtungen zu suchen und auf die Bühne zu bringen. – ein ein Mix aus arabischem, kurdischem und persischem HipHop, mit Jazz, Electro, türkischen Vocals und Live Beatbox…

 

Exilistan Trio

Exilistan ist ein gedachter Staat. Eine friedliche Idee von Exil; „Musik & Theater & Film & Tanz & Kunst“ von denen die gehen mussten, um den Gedanken an eine neue Heimat zu fassen. Um Künstlern mit Exil-Erfahrung eine musikalische Stimme zu geben, hat Lobna Allamii die Orient-Fusion-Band EXILISTAN QUARTET zusammengestellt. Der Name ist Programm! Mit Wurzeln in Palästina, Syrien, Armenien, der Türkei und Kurdistan, teilen Milad Khawam (Trompete / Berlin), Hogir Göregen (Percussion / Berlin) und Humam Nabuti (Gitarre / Weimar) eine ehrgeizige Vision: eine neue musikalische Sprache der Verständigung; eine Sprache für ein Land, das weder Visa noch Aufenthaltsgenehmigungen braucht. Auf der INTERVENTIONEN 2016 melden sich die Botschafter Exilistans zum ersten Mal zu Wort …

 

i,Slam

i,Slam war ursprünglich die muslimische Version des Poetry Slam. Junge Muslime sollen animiert und gleichzeitig gefördert werden, sich der Kunst der Worte zu bedienen, um auf der Bühne über alle für sie relevanten Themen zu sprechen. Der Inhalt der Texte reicht von religiösen über politische bis hin zu alltäglichen Themen. Bei von i,Slam ausgerichteten Workshops können die Teilnehmer*innen Schreib- und Bühnenperfomance-Kompetenzen erlangen und darüber hinaus eine individuelle Betreuung beim Verfassen ihrer Texte erhalten. Mittlerweile bietet i,Slam neben Poetry Slam auch Workshops und Projekte in den Bereichen Calligraffiti und Motion Graphics an. i,Slam versteht Kunst grundsätzlich als gesellschaftsformenden Beitrag. Mittels dieser Impulse sollen Brücken gebaut werden zwischen verschiedenen Realitäten und unterschiedlichen Ansichten zu verschiedensten Themen.

 

Fattouch

Musiker aus Syrien, Libanon, Rumänien und Frankreich haben sich unter dem Namen Fattouch zu einem internationalen Projekt zusammengefunden: Jeder der Musiker hat in seiner Heimat Musik in sich aufgesogen und nun haben sich alle in Berlin getroffen und vor kurzem damit begonnen sich auszutauschen. Der Name „Fattouch“ kommt aus dem Arabischen und beschreibt einen Salat, in den man alle Zutaten geben kann, die man gerade so findet. Das beschreibt ganz gut die unterschiedlichen Richtungen, die hier aufeinandertreffen und aus denen Musik entsteht, die bunt ist, vielfältig und abwechslungsreich – aber stets traditionell. Fattouch sind: Hazem Nassredine (Qanun), Jean-Baptiste Moussarie (Gitarre), Razan (Sängerin), Marion Enachescu (Geige), Salam Alhassan (Percussion).

 

ADS

Diese Abkürzung steht nicht für Aufmerksamkeits Defizit Syndrom, weil sie die Ursachen vieler Probleme der Gesellschaft nicht bei den Kindern und Jugendlichen sehen, sondern in der Politik, Wirtschaft, Institutionen, Medien und gesellschaftlichen Diskursen. ADS steht deshalb für ATTACKIERT DAS SYSTEM.

Das Kollektiv junger Rapper*innen befasst sich mit politischen und gesellschaftlichskritischen Themen wie Krieg und Faschismus und Unterdrückungsformen wie Sexismus oder Rassismus. Die Gruppe ist zusammengesetzt aus jungen Künstler*innen des JugendtheaterBüros und Refugee Club Impulses. Seit etwa zwei Jahren organisieren sie sich selbstständig in den Räumen des JugendtheaterBüros in Moabit. Gemeinsam wollen sie ihre Messages verbreiten und etwas in der Gesellschaft verändern.

 

Schaubude Berlin / Theater Arbeit Duisburg

Rummelplatz

Das Langzeitprojekt „Rummelplatz“ hat sich seit seinem Start im Januar 2016 zum Ziel gemacht, mit Mitteln des Objekttheaters jenseits sprachlicher Grenzen Begegnungsräume für Menschen mit und ohne Fluchthintergrund zu entwickeln. Auf mehrwöchige, dreimal im Jahr stattfindende Workshopphasen zu unterschiedlichen Bereichen der künstlerischen Arbeit mit Dingen und Objekten (u.a. Maskenspiel, Objekttheater, Gestaltungsworkshops, Videoarbeiten), die von Künstler*innen sowie Pädagog*innen mit und ohne Fluchthintergrund geleitet werden, folgt jeweils ein Hausfest in der Schaubude, während dem die Öffentlichkeit Einblicke in die Prozesse und Arbeitsergebnisse gewinnen kann. Eine umfangreiche Reflexion und die Entwicklung einer modellhaften Methode des Einsatzes von Mitteln des Figurentheaters in der interkulturellen Bildungsarbeit runden das Projekt ab. Darüber hinaus besteht der Plan, ein längerfristig wirkendes Theaterensemble aufzubauen, das im Bereich Objekttheater arbeiten wird.

 

GRIPS Theater / Jugendklub Banda Agita

WERwürfel

WERwürfel ist die aktuelle Produktion von „Banda Agita“, dem 2003 gegründeten Jugendklub des GRIPS Theaters. 12 Jugendliche haben unter der Leitung von Matin Soofipour ein Stück über Flucht und Fremdsein entwickelt, das die Geschichte eines 16jährigen Jungen erzählt, der seine Heimat verlässt und sich auf die Flucht begibt: Stell dir vor, du musst dein Land verlassen, deine Familie, deine Freunde, deinen Apfelbaum. Stell dir vor, du darfst niemandem davon erzählen. Auch wenn du sie nicht geworfen hast: Die Würfel sind gefallen. Und so beginnt deine Reise. Eine Geschichte, erzählt aus unterschiedlichen Perspektiven. Die Interventionen präsentieren einen Ausschnitt einer spannenden und atmosphärischen Aufführung über Zufälle, entscheidende Momente und das „Ins-Leben-Geworfen-Sein”.

 

Boyoung Lee

Dancewithhope

Die in Süd-Korea geborene Tänzerin und Choreografin Boyoung Lee hat im Sommer 2015 zwei Tanzprojekte mit Jugendlichen durchgeführt: Der eine fand in Hebron, Palästina, der andere in Mombasa, Kenia statt. Inhaltlich ging es beides Mal zunächst um die Gewahrwerdung und Formulierung individueller Hoffnungen und unerfüllter Träume. Nach ersten Notizen, vielen Diskussionen und Übersetzungen in erste Gesten entstanden schließlich tänzerische Ausdrucksformen. Boyoung Lee berichtet von den ganz unterschiedlichen Erfahrungen mit ihrem Ansatz.

 

Wihad Suleiman (Duisburg)

Wihad Suleiman lebt in Duisburg und hat mehrere Projekt mit Geflüchteten Kindern durchgeführt.
Das Projekt “ Blue and Orange…The Rubber Dinghy Trip Colored by Children “ wurde im Rahmen eines Workshop mit dem Titel “ Theater as a Form of Communication“ mit einer Gruppe von geflüchteten Kindern in einem der Asylzentren in Duisburg gestartet.
In diesem Workshop waren die Körper und Zeichnung die wichtigsten grundlegenden Kommunikationssprachen, aufgrund der Art der Gruppe, wo die Kinder zu verschiedenen Nationalitäten angehören, aber den gleichen Weg auf ihrer Reise aus ihren Ländern nach Europa gereist sind.
Die Geschichte von „der Reise in Richtung Europa“ hat den Rest der anderen erfunden und stellte sich vor Kindergeschichten im überschattet. So, diese Geschichte war der Titel des Projekts, das vier Monate dauerte, mit einer Gruppe von 15 Kindern aus mehreren Flüchtlingszentren in der Stadt Duisburg, Mülheim an der Ruhr und Essen.
Blau und Orange „the sea and life jackets colors“  waren die von mehr als 150 Kindern geteilt Farben; jeder von ihnen hat ihre eigene Zeichnung gemacht.
Die Hypothese der Arbeit war eine folgt: alle Teilnehmer*innen malen das Schlauchboot, das sie hierher gebracht hat, und malt sich im Inneren, wo sie saßen, was sie trugen, wer neben ihnen war, Tag und Nacht?
Dann erzählte jedes Kind ihre Geschichte vor der Gruppe, und hier werden die Teilnehmer*innen in die Innenwelt mit jedem Kind mit eingeladen, in einem Zustand des Erzählens, die sie mit einer schmerzhaften Erinnerung durch Farben von Angesicht zu Angesicht stellt.
Die Aktivität der Malerei nahm einen wichtigen Platz ein, als ein Mittel der Kommunikation und das Verständnis der anderen Seite. Es ist auch eine Art Persönlichkeit zum Ausdruck zu bringen und ihre Muster zu verstehen. Malerei hilft bei der Beseitigung von Stress, Angst und die Erkundung der inneren Welten.
Das Projekt sieht das Spielen / Performen als ein wesentliches Element in allen seinen Phasen an, da spielen bei der Befreiung der Spontaneität ein wesentliches Motiv ist, die wiederum dazu anregt das „Ich“ bedingungslos zu üben. Das Projekt nutzt eine Reihe von Spielen und internationalen, Theater, Übungen, die den Körper adressieren und befreien soll, durch Drama, Fiktion, Malerei, Musik, Gesang, Tanz und Gesang.

 

Bino Byansi Byakuleka / Muhammed Lamin Jadama / Lydia Beate Ziemke

Freisein in the Labyrinth – Ein Mensch. Ein Gesicht. Eine Lebenszeit im Labyrinth der Asylbürokratie

‚….und so wollen wir alle den Oranienplatz erhalten als das Symbol für den Flüchtlingswiderstand in Europa…‘ November 2013, Monika Herrmann – Bezirksbürgermeisterin, Berlin-Kreuzberg

Umschwirrt wird er von allen Stimmen, die den Flüchtlingsprotest begleiten, von innen von außen, dafür dagegen, und immer tiefer hineindringend. Es sprechen Neuangekommene, Unterstützer, Politiker auf lokaler und föderaler Ebene, Künstler, Ängstliche, Journalisten, Nazis und Unentschlossene haltlos in der Spirale, die die Grenzen der Menschlichkeit in der bestehenden Gesetzeslage klar aufzeigt und den Worten jede Bedeutung raubt.
Bino arbeitet noch bei dem Radioprojekt we are born free mit und Lydia bei suite24.

 

Schlesische 27 / raumlaborberlin

Die Gärtnerei

Auf dem Gelände des Jerusalem-Friedhofs in der Neuköllner Hermannstraße findet seit Juli 2015 eine ungewöhnliche Flächenumwidmung statt. Junge Geflüchtete errichten einen Nutz- und Ziergarten auf dem stillgelegten, hinteren Bereich des Friedhofs: die Gärtnerei. Das ehemalige Steinmetzhaus verwandelt sich in ein Schulhaus und überraschungsreichen Kulturort. Ein Wohnlabor entsteht bis zum Herbst.
Das Projekt tritt mit der Nachbarschaft in Kontakt, organisiert Deutschkurse, Weiterbildungen und künstlerische Workshops und gibt damit einer Reihe von Geflüchteten eine mittelfristige Perspektive. In einer Kooperation vom JugendKunst- und Kulturhaus Schlesische 27 und raumlaborberlin, unterstützt durch den Friedhofsverband Stadtmitte, finanziert u.a. durch die Kulturstiftung des Bundes, versteht es sich als Modell zur Integration, künstlerisches Experiment und Initiatorin notwendiger gesellschaftlicher Transformationen gleichermaßen.

 

Dan Thy Nguyen (Hamburg)

Denken was Tomorrow

„Und später hat sie gemerkt, dass diese Menschen durch Napalm zu Kohle geworden sind.“
Ende der Siebziger kommen die ersten Geflüchteten aus Vietnam in die Bundesrepublik. Als Boat People trieben sie auf dem Meer, in der Hoffnung gerettet zu werden. Die Familie des freien Schauspielers und Regisseurs Dan Thy Nguyen gehört ebenfalls zu diesen Menschen. 35 Jahre später treiben Geflüchtete auf Booten im Mittelmeer und eine ganze Gesellschaft scheint in dieser Situation hilflos zu sein. In dieser Sprechperformance geht es um die persönliche Geschichte der Eltern des Künstlers, ihre Kriegserfahrungen und Flucht, aber auch um die erste Zeit in Deutschland, den Aufbau eines Lebens und Rassismus.

 

Kinder Kultur Betrieb

BediBe – Bedienungsanleitung für Berlin

Im Medien-Kultur-Projekt „BediBe – Bedienungsanleitung für Berlin“ trafen geflüchtete Mädchen im Alter von 8-12 Jahren zusammen mit Mädchen, die schon lange in Berlin leben. Gemeinsam erarbeiteten die Mädchen in Form von „Actionbounds“, sogenannten Handy-Rallyes oder digitalen Schnitzeljagden, virtuelle Bedienungsanleitungen für Berlin – BediBe. Entstanden sind der „bedibe bound„, eine interaktive Tour zu Neuköllner Freizeitorten, und der „bedibe Schlaraffenbound„, eine Suche nach dem Neuköllner Schlaraffenland. Die Bounds können nach Herunterladen der Actionbound-App auf einem Smartphone oder Tablet gespielt werden. Partner des Projekts waren das Mädchenzentrum Szenenwechsel, Actionbund und die Tamaja Notunterkunft Columbiadamm.

 

GRIPS Theater

Freundschafts-Projekt mit der Wiko-Klasse der Hermann-Nohl-Grundschule

Bedeutet Freundschaft für uns alle das gleiche – egal woher wir kommen? Welche Gefühle verknüpfen wir mit Freundschaft? Was ist uns bei der Suche nach neuen Freunden wichtig? Was wünschen wir uns von Freunden?  Fünf Tage lang hat Laura Mirjam Walter (GRIPS Theater) mit den Schüler*innen einer Willkommensklasse ( 8-11 Jahre) gespielt, gebastelt, geredet, um diesen Fragen auf den Grund zu gehen. In einer wandelnden Ausstellung werden diese Tage und die Auseinandersetzung mit dem Thema sichtbar gemacht.